VGT: Verschlechterung der Tierschutzbestimmungen für Geflügelmast indiskutabel!

Statistik weist ständiges Wachstum der österreichischen Geflügelproduktion aus - Mastgeflügel-Lobby will mit Billigstproduktion Profite erhöhen!

Wien (OTS) - Keine Woche vergeht, in der nicht die Lobby der Mastgeflügelfabriken eine Verschlechterung der Tierschutzbestimmungen fordert. Man schiebt die in Österreich niemals relevant große Putenproduktion vor, um für die wirtschaftlich wichtige Hühnermast die Profite zu erhöhen, indem die Haltungsbedingungen für die Tiere und damit das Tierschutzgesetz dramatisch verschlechtert werden sollen. In der Hühnermast würden 30% und in der Putenmast sogar 50% mehr Hühner in die völlig überfüllten Mastfabrikshallen gestopft werden, um den Profit um magere 4-5% zu steigern. In einer Umfrage sprachen sich 91% der Bevölkerung gegen diese anachronistische Maßnahme aus.

Dabei zeigen die Zahlen der Statistik Austria eine ständige Expansion der Hühnerproduktion in Österreich über die letzten 6 Jahre:

  • 2007: 66,252 Millionen geschlachtete Hühner
  • 2008: 65,910 Millionen geschlachtete Hühner
  • 2009: 70,331 Millionen geschlachtete Hühner
  • 2010: 72,310 Millionen geschlachtete Hühner
  • 2011: 72,558 Millionen geschlachtete Hühner
  • 2012: 73,394 Millionen geschlachtete Hühner

Der VGT-Obmann kommentiert: "Trotz ständiger Zunahme des Volumens der österreichischen Hühnerproduktion, von 2007 - 2012 um insgesamt 11% (!), will die Agrarlobby eiskalt das Tierschutzgesetz dramatisch verschlechtern und die ohnehin schon viel zu vollen Mastgeflügelfabriken noch dichter anfüllen! Eine Verschlechterung des Tierschutzgesetzes kommt aber überhaupt nicht in Frage. Statt einem Anstieg der Massentierhaltung mit noch billigerer Produktion am Rücken der Tiere sollte man tatsächlich bessere Haltungsbedingungen für die Tiere schaffen, wie das bei Legebetrieben durch das Käfigverbot bereits gelungen ist. Das Legebatterieverbot ist eine Erfolgsstory und beweist, dass die KonsumentInnen sehr wohl bereit sind, für eine bessere Tierhaltung mehr zu zahlen, wenn alle am gleichen Strang ziehen!"

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DDr. Martin Balluch
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