Automobilimporteure: SUV sind längst kein Umweltsünder mehr

Wien (OTS) - Die österreichischen Automobilimporteure weisen darauf hin, dass der Zuwachs bei SUVs in Österreich entgegen den Aussagen des VCÖ hauptsächlich auf dem Erfolg der sogenannten Kompakt-SUV beruht. Es handelt sich dabei durchwegs um Modelle auf dem letzten Stand der Technik, die nicht mehr Gewicht oder Verbrauch aufweisen als ein PKW der gleichen Größe, aber den Vorteil des komfortablen Einstiegs und der erhöhten Sichtposition bieten. Die Fahrzeuge dieses Segments haben zwar das optische Erscheinungsbild eines SUV, werden jedoch je nach Modell bis zu zwei Drittel mit Frontantrieb verkauft. Auch bei den Allradversionen handelt es sich durchwegs um keine permanenten Vierradantriebe mehr, sondern um manuell oder automatisch zuschaltbare Systeme, die im Normalbetrieb keinerlei Mehrverbrauch oder zusätzliche Umweltbelastung verursachen.

Dr. Felix Clary, Vorsitzender des Verbandes der Automobilimporteure:
"Fahrzeuge mit Allradantrieb sind ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Senkung der Unfall- und Verletztenzahlen. Die Anprangerung dieser Autos folgt einem Klischee, das sich auf alte und längst überholte Ansichten bezieht. Gerade der hohe Zuspruch der Kunden zu dieser Fahrzeugart hat die außerordentliche Entwicklung auf diesem Gebiet ermöglicht und begünstigt."

Die in einer Presseaussendung des VCÖ beabsichtigte Darstellung des SUV als schwarzes Schaf unter den Automobilen ist somit weder inhaltlich korrekt, noch den heutigen Fakten entsprechend. Anstatt der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es sich wie oben ausgeführt bei den unter dem Begriff SUV zusammengefassten Fahrzeugen um tatsächlich größtenteils kompakte PKW handelt, die teilweise mit Allradantrieb ausgerüstet sind, wird bewusst das Klischee der großvolumigen Geländewagen strapaziert, deren Zulassungszahlen tatsächlich jedoch so niedrig sind, dass sie für die Gesamtstatistik unbedeutend bleiben.

Die angeführten Emissionseigenschaften von Dieselmotoren sind ebenfalls keine Problematik, die von einer bestimmten Fahrzeugart verursacht wird und daher auch in keinem Zusammenhang mit den SUV-Segment steht. Die angeblich auf einer Studie des CAR-Institutes (Universität Duisburg) basierenden Angaben des VCÖ werden in der Mitteilung zudem falsch wiedergegeben. Tatsächlich schätzt Institutsleiter Prof. Ferdinand Dudenhöffer den Mehrverbrauch des gesamten Fahrzeugsegments SUV aktuell auf maximal 10% (lt. VCÖ angeblich 25%). Lt. Dudenhöffer werden die SUVs aufgrund der voranschreitenden technischen Entwicklung die künftige EU-Höchstgrenze von 95g CO2/100 km bald erreichen und mit herkömmlichen PKW gleichauf liegen.

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Arbeitskreis der Automobilimporteure
Dr. Christian Pesau
Geschäftsführer
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