Bischöfe zu neuem Papst: Ihm liegt Dienst an den Armen am Herzen

Kothgasser: Papst Franziskus I. ist einer, der mit dem Evangelium direkt auf die Menschen zugeht - Ludwig Schwarz: Neuer Papst kennt Not in Ländern des Südens - Küng: Wahl gibt Hoffnung für die Zukunft

Wien, 13.03.13 (KAP) Dem neuen Papst Franziskus I. liegt der Dienst an den Armen und der Dienst für die Gerechtigkeit am Herzen: Das sagte der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser in einer ersten Reaktion auf die Wahl von Kardinal Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst. Dass mit seinem neuen Namen ein Programm verbunden sei, das für die Menschenfreundlichkeit Gottes und die Nähe zu den Menschen stehe, sei höchst erfreulich. "Franziskus I. steht für die optionale Vorrangigkeit des Dienstes an die Armen", so Kothgasser.

Gerade als Jesuit, der aus Argentinien stammt, könne der neue Papst viel zur Ökumene beitragen: "Der Papst wird fortsetzen, was sein Vorgänger versucht hat. Als Erzbischof von Buenos Aires kennt er viele Christen anderer Konfessionen und als Jesuit ist ihm eine echte Offenheit für das Miteinander der Christen auf der ganzen Welt ein wirkliches Anliegen. Dem neuen Papst ist bewusst, dass im dritten Jahrtausend dieses Miteinander höchst notwendig und dringlich ist", so Erzbischof Kothgasser.

Er schätzt den neuen Papst als konsequenten Menschen ein, der auf die Menschen im Sinne des Evangeliums zugehe und darin die Frohe Botschaft lebe und zu verwirklichen suche. Der Salzburger Erzbischof kennt Argentinien von mehreren Besuchen her und er habe stets die "Offenheit und Einfachheit" in diesem Land, das "für die katholische Kirche von großer Bedeutung ist", geschätzt.

Schwarz: Fürsprecher für Notleidende

Die erste Reaktion vom Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz auf den neuen Papst: "Ich freue mich, dass ein Lateinamerikaner zum neuen Papst gewählt wurde. Mit ca. 700 Millionen Katholikinnen und Katholiken bildet die Kirche in Lateinamerika die Hälfte der Weltkirche. Der neue Papst kennt die große Not in den Ländern des Südens und wird ein Fürsprecher für die notleidenden Menschen sein. Papst Franziskus I. wird die Einheit der Kirche in den Blick nehmen und möchte alle im Schiff der Kirche begleiten."

Der neue Papst habe sich, so Bischof Schwarz, stets durch einen bescheidenen Lebensstil ausgezeichnet. "Immer schon hatte er ein Herz für die Armen und Bedürftigen und wird sich dadurch auch für die Armen im Sinn des Evangeliums einsetzen. Mit der Wahl seines Namens bringt Franziskus I. die Wertschätzung für die Lebensform des heiligen Franz von Assisi zum Ausdruck - dies schätzen auch die Jugendlichen von heute. Wie sein Namenspatron hat der neue Papst ein Herz für die Jugend", so der Linzer Bischof wörtlich.

Küng: Überrascht und beeindruckt

Er sei sehr überrascht und zugleich sehr beeindruckt von der Wahl Jorge Mario Bergoglios zum neuen Papst Franziskus I. gewesen: "Die Kirche hat wieder einmal gezeigt, dass sie immer für eine Überraschung gut ist", sagte der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng in einer ersten Stellungnahme. Ihm habe vor allem beeindruckt, wie der neue Papst "mit großer Ruhe seine ersten Worte gesprochen hat": "Er hat sofort mit dem Gebet für Benedikt XVI. begonnen und in aller Demut und Bescheidenheit den Segen gegeben."

Die Papstwahl sei überraschend und erfreulich schnell über die Bühne gegangen, das gibt "Hoffnung für die Zukunft", so Küng. Papst-Sein sei eine der größten Herausforderungen, die es geben kann, so der Diözesanbischof.

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