Europäisches Parlament stimmt über Gemeinsame Agrarpolitik ab

Umweltschutz, Fairness, Lebensmittelsicherheit gewährleistet

Wien (OTS) - In ihrer heutigen Entschließung haben die Europaabgeordneten folgende Kernpunkte zur Gemeinsamen Agrarpolitik beschlossen:

- Faire und transparente Finanzierung für aktive Landwirte

Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten bei der Finanzierung der Landwirte sollten etwas schneller ausgeglichen werden, als die Europäische Kommission dies vorschlägt. Kein Landwirt in der EU sollte weniger als 65% des Unionsdurchschnitts erhalten.

Das Parlament hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen, die Empfänger von EU-Agrarhilfen zu veröffentlichen, und eine Liste von Landbesitzern wie Flughäfen und Sportvereine in die Vorschriften mit aufgenommen, die automatisch von EU-Beihilfen ausgeschlossen werden sollen, wenn sie nicht beweisen können, dass ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten einen wesentlichen Teil ihrer gesamten wirtschaftlichen Tätigkeiten ausmacht. Die EU-Länder können diese Liste erweitern.

- Größere Unterstützung für junge Landwirte und kleine Betriebe...

Junglandwirte sollen eine 25-prozentige Zusatzzahlung für bis zu 100 Hektar erhalten, und die Mitgliedstaaten können Kleinlandwirte ebenfalls mit zusätzlichen Mitteln unterstützen.

...und weniger Geld für die Grossen

Das Parlament hat die Kommissionspläne unterstützt, für alle Betriebe eine Obergrenze von Euro 300.000 für Direktzahlungen einzuführen, und Zahlungen für Empfänger von mehr als Euro 150.000 deutlich zu senken. Dies würde jedoch nicht für Genossenschaften gelten, die Beihilfen an ihre Mitglieder weiterleiten.

- Eine flexiblere Ökologisierung

Die Abgeordneten sind einverstanden, dass 30% der nationalen Zuweisungen für Direktzahlungen abhängig von verpflichtenden Ökologisierungsmaßnahmen gemacht werden sollten. Sie heben gleichzeitig hervor, dass diese Maßnahmen jedoch flexibler gestaltet und schrittweise eingeführt werden müssen. Die drei wichtigsten Maßnahmen - Anbaudiversifizierung, Erhaltung von Dauergrünland und Dauerweideland sowie Flächennutzung für Umweltzwecke - würden im Kern nicht verändert, doch mit Ausnahmen versehen, um zum Beispiel die Größe eines Betriebs zu berücksichtigen.

- Weitere Informationen und Rückfragehinweis unter:

http://www.europarl.europa.eu/news/de/pressroom/content/20130308IPR06
301/html/Die-neue-EU-Agrarpolitik-Umweltschutz-Fairness-Lebensmittels icherheit

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