Wurm zu Kinderzulage in Banken: "Es gibt keine halben Kinder"

Wien (OTS/SK) - Im Kollektivvertrag für Angestellte von Banken ist festgehalten, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Kinderzulage in der Höhe von mindestens 114,83 Euro zusteht. Banken zahlen ihren teilzeitbeschäftigten ArbeitnehmerInnen dies nur anteilig ihrer Arbeitszeit aus. "Ich bin hier einer Meinung mit dem ÖGB, der darin eine unzulässige Diskriminierung sieht. Teilzeitbeschäftigte haben ja keine halben Kinder, die weniger kosten würden", zeigte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm Unverständnis über die schlechtere Behandlung von Teilzeitangestellten in Banken. ****

Der ÖGB hat gegen die unzulässige Diskriminierung Klage erhoben, der Oberste Gerichtshof sieht die Zulage als vertragliche Leistung, die in keiner unmittelbaren Relation zur Arbeitszeit steht. "Der OGH hat den Europäischen Gerichtshof zur finalen Klärung angerufen, ich bin schon gespannt auf die Entscheidung des EuGH, mit der noch heuer gerechnet wird", so Wurm.

"Der überwiegende Anteil an Teilzeitbeschäftigten entscheidet sich gegen eine Vollzeitstelle, weil sie Kinder zu betreuen haben. Oftmals sind Frauen und Alleinerziehende betroffen, die jeden Cent für ihre Kinder brauchen", sagt Wurm. Umso mehr sei diese Ungleichbehandlung ungerechtfertigt und die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin hofft, dass dies repariert wird. (Schluss) up/sl/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006