Sima: "Wo samma daham?"

"Halt die Straße rein wie dein Daheim": Sima präsentiert Sauberkeitskampagne der MA 48

Wien (OTS) - "Wo samma daham?" - eine berechtigte Frage, angesichts von ungustiösen Tschickstummeln und Hundekot am Gehsteig nach den Wintermonaten: Die MA 48 thematisiert in ihrer aktuellen Sauberkeitskampagne die Eigenverantwortung der Wienerinnen und Wiener. "Zu Hause schaut jeder drauf, dass es sauber ist, niemand haut die Tschick auf den Boden oder hätt gern Hundekot in der Wohnung. Im öffentlichen Raum lässt die Moral - gerade in den Wintermonaten - leider bei so manchem zu wünschen übrig", erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima die Hintergründe der aktuellen Kampagne, die seit 2 Wochen mittels Teaser für Aufsehen sorgt. Nun werden die sujets aufgelöst, dazu gibt es einen coolen Rapp, einen Kinospot, Inserate, Plakate und Citylights, alle mit der einhelligen Botschaft:
"halt die Straße rein wie dein daheim!"

Großteil der WienerInnen hält sich an die Sauberkeitsspielregeln

Der enorme Ausbau des Servicveangebots, die stetige Weiterentwicklung bzw. Anpassung an die Bedürfnisse der Bevölkerung und letztendlich der Einsatz der WasteWatcher seit 5 Jahren sind die unbestrittenen Erfolgsfaktoren für die Sauberkeit in Wien. Das Gesamt-Paket wirkt, Wien zählt zu den saubersten Städten der Welt. "Der Großteil der Wienerinnen und Wiener hält sich an die Sauberkeitsspielregeln. Und für jene, die noch immer nicht einsehen wollen, dass sie ihren Mist ordnungsgemäß entsorgen müssen, gibt es satte Strafen", so Josef Thon, Chef der MA 48.

5 Jahre WasteWatcher wirken

"Es gibt in Wien längst keine Ausreden mehr. Es gibt 19 Mistplätze mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten, es gibt fast 3.000 Hundesackerlautomaten mit Gratis-Sackerl, es gibt 24.000 Papierkörbe mit 11.600 Aschenbechern und 2.200 freistehende Aschenrohre auf hochfrequentierten Plätzen auf den Straßen und Parks", erläutert Sima. Die zahlreichen Problemstoffsammelstellen und die 206.000 Altstoffsammelbehälter in der ganzen Stadt runden das großartige Serviceangebot ab. Daher gibt es auch kein Verständnis für jene, die sich nicht an die Sauberkeitsspielregeln halten. Die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht kontrollieren diese Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es noch erheblich teurer werden. "Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für weitere Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet", so Sima. Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit, über 85 Prozent der Wienerinnen und Wiener halten sie für eine gute Einrichtung. Seit Februar 2008 haben sie übrigens bereits über 28.500 Amtshandlungen getätigt

"Wo samma daham?": Tschickstummel haben am Gehsteig nichts verloren!

Ein Sujet der neuen Kampagne widmet sich den Tschickstummeln, wo sich in den letzten Jahren ein erfreulicher Trend abzeichnet. Laut Umfragen und Hochrechnungen ist das Littering von Zigarettenstummeln in Wien im Zeitraum von 2005 auf 2012 um 31 % zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies eine Abnahme von 868 Mio. Zigarettenstummeln im Jahr 2005 auf 600 Mio. Stück 2012. "Dies ist insbesondere aufgrund der gleichzeitigen Zunahme des Außer-Haus-Konsums und der Verschärfungen des Nichtrauchergesetzes in Lokalen beachtlich", so Thon.

Haben 2005 noch rund 65 % der Befragten angegeben, ihre "Tschickstummel" einfach auf den Boden zu schmeißen, sind es im Jahr 2012 nur noch 14 %. Bereits 48 % geben an, ihre Zigaretten in einem Aschenbecher zu entsorgen. Auch das Wissen über die Strafen hat sich deutlich verbessert. So wissen heute bereits 55 % der RaucherInnen, dass es strafbar ist, einen Zigarettenstummel aus dem fahrenden Auto zu werfen. Hier drohen mind. 75 Euro Strafe, durch eine Lenkererhebung. Auch die Akzeptanz für Strafen ist überraschend hoch, so befürworten 80 % der Befragten eine Strafe für achtloses Wegwerfen von "Tschickstummeln", selbst 70 % der
RaucherInnen sind dafür.

Die WasteWatcher schritten letztes Jahr insgesamt 5.800-mal wegen auf den Boden geschmissener Zigarettenstummeln ein: Knapp unter 4.000 Organstrafmandate wurden ausgesprochen 1.126 Anzeigen gelegt und rund 700 Ermahnungen ausgesprochen.
"Wir wollen in diesem Bereich noch besser werden und daher thematisieren wir die Tschickstummel in der aktuellen Kampagne", so Sima.

"Wo samma daham?": Hundekot ab ins Sackerl!

Ein "Dauerbrenner" in Sachen Sauberkeitsdebatte ist der Hundekot. Auch hier hat sich in den letzten Jahren unglaublich viel verbessert:
Über 47.200 Stück Hundekotsackerln mit eindeutigem Inhalt finden täglich ihren Weg in die städtischen Papierkorbe, pro Jahr sind dies 17,2 Millionen Sackerln. Die Stadt erhöhte die Anzahl der aufgestellten Hundesackerlautomaten im Jahr 2012 auf insgesamt 2.970. Das Stadtgebiet ist damit bereits mit einem dichten Netz ausgestattet. HundebesitzerInnen können sich via online-Stadtplan (Internet und 48er-App) über das Angebot entlang ihrer Gassi-Strecken informieren.

66 Prozent der Bevölkerung empfindet eine deutliche Verbesserung der Hundekotproblematik durch die Einführung der WasteWatcher. 2012 kam es zu 1.131 Amtshandlungen der WasteWatcher aufgrund von Verunreinigungen mit Hundekot, wobei ca. 1.000 mit Organstrafmandaten in der Höhe von 36 Euro bestraft wurden.

Wiens Sauberkeitsmaßnahmen: Der Erfolg ist messbar!

Nicht nur bei Hundekot und Tschickstummel gibt es erfreuliche Verbesserungen, auch bei illegal abgestellten Kühlschränken und bei Einkaufswagerl ist ein positiver Trend zu verzeichnen. So finden sich heute 38 % weniger Einkaufswagerl als noch 2008 auf den Straßen und Gehsteigen, bei den Kühlgeräten sind es gar 68 % weniger.

Von Hundesackerlautomaten bis zu den Mistplätzen: Alle MA 48-Serviceangebote online und mit app

Die MA 48 ist stets bemüht, das Service noch weiter auszubauen, so auch die Information über die Entsorgungsmöglichkeiten. Dazu gibt es alle Infos praktisch online auf www.wien.gv.at/stadtplan/. Unter dem Karteninhalt "Saubere Stadt" sind sämtliche öffentlichen Altstoffsammelbehälter, Mistplätze, Problemstoffsammelstellen, Hundesackerlautomaten und öffentliche WC-Anlagen übersichtlich dargestellt. "Kein Dreck" ist übrigens die neue app der MA 48 - mit allen Android-Smartphones und iPhones sind die vielen Service-Einrichtungen der MA 48 abrufbar.

Kampagne online: www.abfall.wien.at und auf Facebook

Die aktuelle Kampagne findet sich natürlich auch online - auf der der Homepage der MA 48 und auch auf facebook:
www.facebook.com/die48er.

Im Kino gibt es einen Spot und auf youtube einen eigenen Rapp -der sehr anschaulich zeigt, dass es zu Hause niemand schmutzig haben will, im öffentlichen Raum die Toleranzgrenze bei so manchem aber eine andere ist... Wo samma daham?

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Anita Voraberger
Mediensprecherin
Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima
Tel.: +43 1 4000 81353
Mobil: +43 664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
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