Österreichische Umwelttechnik-Branche auf starkem Wachstumskurs

Neue WIFO-Studie belegt Dynamik der Branche

Wien (OTS/PWK146) - Die Ergebnisse einer neuen WIFO-Untersuchung
zur Bedeutung der Umwelttechnikindustrie für die österreichische Wirtschaft, die heute, Mittwoch, präsentiert wurden, unterstreichen die Dynamik einer Branche, in der alle wichtigen Indikatoren eine positive Entwicklung signalisieren: Exporte und Zahl der Arbeitsplätze steigen, Innovation ist eine Stärke der Branche, und der Beitrag zur Gesamtwirtschaft wird immer größer.

Die Studie hat das WIFO im Auftrag von Infrastrukturministerium, Wirtschaftsministerium, Umweltministerium und Wirtschaftskammer erstellt. Sie ist Teil eines langfristigen Monitorings, das das WIFO seit den frühen 1990er Jahren über die heimische Umwelttechnikindustrie durchführt. Über einen Zeitraum von 20 Jahren zeigt sich das starke Wachstum der heimischen Umwelttechnikbranche.

Drei Viertel des Umsatzes stammen aus dem Export
Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner hebt die steigende Exportorientierung der insgesamt 390 österreichischen Umwelt- und Energietechnikbetriebe hervor. "Öko-Innovationen 'Made in Austria' werden weltweit immer stärker nachgefragt. Dass sowohl die Exporte als auch deren Anteil am Umsatz gestiegen sind, zeigt, dass unsere Unternehmen wettbewerbsfähig sind und die Internationalisierungsoffensive des Wirtschaftsministeriums voll greift. Von den 8,2 Milliarden Euro Umsatz sind bereits über 73 Prozent exportbedingt", so Mitterlehner. Dieser Anteil ist trotz der zwischenzeitlichen Finanz- und Wirtschaftskrise im Vergleichszeitraum von 2007 bis 2011 um sieben Prozentpunkte gestiegen.

Innovation in der Umwelttechnik macht sich bezahlt Infrastrukturministerin Doris Bures sieht die Dynamik auch in einem produktiven Forschungsumfeld begründet. Die vorliegende Studie des WIFO bestätigt erneut, dass das Beschäftigungswachstum umso höher ist, je mehr in F&E investiert wird. "Das starke Wachstum hängt direkt mit der starken Innovationsbereitschaft zusammen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen profitiert dabei von der öffentlichen Forschungsförderung. Es macht sich bezahlt, dass das BMVIT in seiner Innovationsförderung gezielt auf die Bereiche Umwelt, Energie und auf Produktionstechnologien setzt." In der Forschungsförderung spielen die vom BMVIT dotierten Förderprogramme von FFG, Klimafonds und die missionsorientierten Programme des BMVIT für die Umwelttechnikunternehmen die Hauptrolle.

So viele Jobs wie noch nie
Auch bei den Arbeitsplätzen zeigt die Wachstumskurve steil nach oben.. "Die Umwelttechnikbranche bringt bereits 28.600 umweltfreundliche green jobs für den heimischen Arbeitsmarkt. Die Erfolgszahlen und das hohe wirtschaftliche Potential, das in der Entwicklung und Anwendung innovativer Umwelttechnologien liegt, belegen klar: Ökologie und Ökonomie sind seit keine Gegensätze mehr-vielmehr bilden sie eine gewinnbringende Einheit", erklärt Umweltminister Berlakovich. Mit dem Masterplan green jobs stärkt das Lebensministerium die Vorreiterrolle Österreichs im Umwelttechnikbereich und treibt den Ausbau der zukunftsorientierten green jobs konsequent voran.

Positiver Beitrag für die Gesamtwirtschaft
WKÖ-Präsident Christoph Leitl betont den Service der Außenwirtschaft Austria für die österreichischen Betriebe beim Erschließen neuer Märkte. "Pro Jahr führen wir weltweit über 100 Missionen allein für diesen Technologiebereich durch, diese Schwerpunktsetzung trägt mit dem Anstieg der Exporterlöse von rund 4 auf 6 Mrd. Euro reichlich Früchte. Der Exporterfolg der Branche strahlt auf andere Wertschöpfungsebenen aus, die durch die steigende Nachfrage vom Wachstum der Umwelttechnikwirtschaft profitieren."

WIFO: Relevanz von Umweltschutztätigkeiten hat sich verändert Seit der ersten Erhebung und Hochschätzung dieses Wirtschaftssektors im Jahr 1993 hat es laut WIFO-Studienautorin Angela Köppl kontinuierliche Zuwächse bei der Anzahl der Unternehmen sowie den zentralen Wirtschaftsindikatoren Umsatz, Beschäftigung und Exporte gegeben. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich der Umsatz auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2011 mehr als verfünffacht, die Beschäftigung ist um mehr als 17.000 auf 28.600 Personen gewachsen.

Das stark überdurchschnittliche Wachstum konnte auch in den Krisenjahren gehalten werden. Zum Vergleich: 2007 beschäftigten die Umwelttechnikunternehmen 22.000 Arbeitnehmer und erwirtschafteten einen Umsatz von sechs Milliarden Euro.

Die österreichische Umwelttechnikindustrie zeichnet sich damit durch eine kontinuierlich steigende Wirtschaftsleistung aus. Innerhalb der Branche hat es in dieser Zeitperiode durchaus strukturelle Veränderungen gegeben, das heißt, die Relevanz einzelner Umweltschutztätigkeiten und Umweltschutzbereiche hat sich über die Zeit verändert. Köppl: "Dies ist allerdings durchaus als positive Reaktion auf Nachfrage bestimmende Faktoren wie Veränderungen in den umweltpolitischen Schwerpunktsetzungen zu sehen."

Der positive Trend spiegelt sich auch in der zunehmenden relativen Bedeutung der Umwelttechnikindustrie wider. Die Umsätze der Umwelttechnik lagen 2011 bei rund 5% der Produktion der gesamten Sachgütererzeugung. Auch der Anteil der Beschäftigten erreichte mehr als 5%. (PM)
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