FPÖ-Jannach: Internes Bauernbund-Schreiben wirft Berlakovich und AMA Chaos bei Almflächenfeststellungen vor

Wien (OTS) - "Ein internes Schreiben der Bauernbundobmänner und Landwirtschaftskammerpräsidenten aus Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten bestätigt die von der FPÖ seit Jahren vorgetragene Kritik an der chaotischen Almflächenfeststellung durch die AMA und das Landwirtschaftsministerium", erläutert der freiheitliche Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach einen geheimen Protest-Brief an Landwirtschaftsminister Berlakovich sowie an die österreichische Bauernbundspitze.

Die vorgesehene Feststellung der Almflächen am Bildschirm soll wesentlich größere Probleme bringen als angenommen. "Die durchgesickerten Feststellungsergebnisse der Almflächen am Bildschirm bringen nicht nachvollziehbare Flächenauswertungen und damit verbunden Rückforderungen und Sanktionen bei den Betriebsprämien und besonders schwerwiegend auch bei den Geldern der 2. Säule mit sich", zitiert Jannach aus dem internen Schreiben. Weiters wird darauf verwiesen "dass sowohl die Almobmänner als auch die Kammerangestellten immer nach den Vorgaben der Kontrollmaßstäbe und nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben".

Wie dramatisch die neue Flächenfeststellung durch AMA und Landwirtschaftsministerium sein dürfte, zeigt sich in der Forderung nach einem sofortigen Stopp der vorgesehenen Bildschirmprüfung sowie einem Stopp der Kontrollen auf die Jahre vor 2013.

Durch die derzeitige INVEKOS-GIS-Verordnung kommt es zu einer Benachteiligung der Hutweiden und Almflächen sowie zu einer "Verkomplizierung" für die Bauern und die Verwaltung. Die Änderung der Prüfmaßstäbe während der Förderperiode wird ebenfalls massiv kritisiert.

Besonders dramatisch erläutern die Verfasser dieses Schreibens die Konsequenzen bei Nicht-Änderung der derzeitigen Vorgangsweise:
"Tausenden Betrieben und bäuerlichen Familien wird durch die Rückforderungsbeträge ihr hart verdientes Einkommen geschmälert. In Extremfällen ist sogar deren Existenz gefährdet", zitiert Jannach. Die Bewirtschaftung könnte zur Gänze eingestellt werden, keine Pächter könnten gefunden werden und die Bewirtschaftungsstruktur würde innerhalb kürzester Zeit "einen noch nie dagewesenen Wandel erfahren".

Besonders pikant ist die Aufforderung der westlichen LK-Präsidenten an Minister Berlakovich sowie an ÖVP-Agrarsprecher NR Jakob Auer, Bauernbund-Direktor Abentung und LK-Österreich-Präsident Wlodkowski endlich die Probleme zu lösen und "nicht den Strukturwandel zu beschleunigen".

In eigener Bauernbund-Sache wird abschließend darauf verwiesen, dass sich bereits jetzt Plattformen bilden, die sich gegen das Ministerium, die AMA, den Bauernbund und die Landwirtschaftskammern richten und diese "parteipolitisch nutzen wollen".

Die endgültige Bestätigung des derzeitigen Almflächenfeststellungschaos offenbart die Mitteilung, dass "langjährige, sehr verlässliche mit der Almflächenerhebung befasste Kammermitarbeiter bereits ihren Arbeitsplatz aufgeben haben".

"Im Interesse der Almbauern wäre es angebracht, dass Landwirtschaftminister Berlakovich aus dem Winterschlaf erwacht", fordert Jannach endlich eine Lösung dieser seit Jahren anstehenden Problematik. "Eindeutiger kann ein Totalversagen des Landwirtschaftsministeriums und der AMA nicht dokumentiert werden, als durch dieses "Geheim-Papier" der hauptbetroffenen Bauernbund-Obleute und Kammerpräsidenten", so Jannach abschließend.

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