Volkshilfe zum EU-Aktionstag: "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit" entschärfen

Menschen retten statt Banken: EU muss Sozialabbau stoppen und sozialen Frieden sichern

Wien (OTS) - "Europa stürzte innerhalb von wenigen Jahren vom Hoffnungsträger zur Krisenregion ab. Seit 2007 sind die Arbeitslosenzahlen um mehr als 20% gestiegen. Das europäische Sozialmodell ist ernsthaft gefährdet", mahnt Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich, anlässlich des heutigen Aktionstag zum EU-Gipfeltreffen und schließt sich damit Forderungen von Organisationen wie der Gewerkschaften an.

"Steigende Jugendarbeitslosigkeit oder rigorose Sparkurse sind tickende Zeitbomben, die sich auch in Österreich auswirken können. Die Schuldenkrise hat strukturelle Probleme verschärft und stellt eine Gefahr für den sozialen Frieden da", warnt Fenninger und verweist auf erschreckende Zahlen. Mehr als 80 Millionen Menschen in Europa sind armutsgefährdet, fast 26 Millionen Menschen sind arbeitslos. Dramatisch ist die Situation für die Jugend. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 23,7%. In manchen Ländern wie Griechenland oder Spanien ist jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit.

Fenninger fordert "statt einer Banken- eine Menschenrettung":
"Neoliberale Maßnahmen haben in den letzten Jahren zu einem schrittweisen Sozialabbau in ganz Europa geführt. Überall in Europa gehen heute Menschen für Alternativen auf die Straßen und fordern menschenwürdige Arbeit und ein Recht auf Bildung. Die EU muss alles daran setzen, die Europa-2020-Strategie umzusetzen. Der Sozialstaat ist eine Errungenschaft, für den es sich zu kämpfen lohnt."

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a (FH) KUBALA Margit
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Volkshilfe Österreich
Tel.: +43 (676) 83 402 214
margit.kubala@volkshilfe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHO0001