Pirker: Entschädigung bei Flugverspätung muss so einfach werden wie Ticketkauf

ÖVP-Verkehrssprecher begrüßt neuen EU-Gesetzesvorschlag zur Vereinfachung der Rechte von Flugreisenden

Straßburg, 12. März 2013 (OTS) "So einfach wie der Kauf eines Flugtickets muss das Durchsetzen der Rechte und die Entschädigungen von Flugreisenden werden, wenn Flüge verspätet sind oder annulliert werden", fordert der Verkehrssprecher der ÖVP im EU-Parlament, Hubert Pirker. "Es kann nicht sein, dass man mittlerweile mit drei Klicks innerhalb weniger Sekunden ein Flugticket im Internet kaufen kann, gleichzeitig es aber keine effizienten und kundenfreundlichen Verfahren zur Durchsetzung des Rechts auf Entschädigung, Unterkunft, Verpflegung oder anderweitige Beförderung gibt", so der ÖVP-Politiker in Straßburg. Pirker begrüßt den heutigen EU-Gesetzesvorschlag zur Vereinfachung der Rechte von Flugreisenden, fordert aber Nachbesserungen. ****

Laut Pirker geht der Gesetzesvorschlag in die richtige
Richtung: "Die EU-Kommission hat Recht, dass die Rechte vereinfacht und vereinheitlicht werden müssen. Der Regelungsdschungel macht es für die Konsumenten komplizierter. Bisher hing es von der Flugdistanz ab, nach wie viel Stunden Verspätung ein Reisender Recht auf Verpflegung hat. Das ist Unsinn. Die Regeln müssen einfach, klar und rasch umsetzbar werden", so Pirker. In anderen Punkten kündigt Pirker Änderungen des Gesetzesvorschlags an: "Dass man erst nach fünf Stunden Wartezeit ein Recht auf Aussteigen hat, wenn ein Flieger auf dem Rollfeld festsitzt, kann nicht ganz ernst gemeint sein."

Besonders wichtig sind Pirker verbesserte Informationen für die Fluggäste und einfache Verfahren zur Durchsetzung der Rechte der Reisenden: "Die umständlichen Beschwerdeverfahren halten die Passagiere oft davon ab, von ihren Rechten Gebrauch zu machen. Deshalb müssen die Fluggesellschaften verpflichtet werden, entscheidungsbefugte Anlaufstellen an den Flugterminals einzurichten. Diese Anlaufstellen müssen zugänglich und sichtbar sein, nicht versteckt in einem Bürogebäude am anderen Ende des Flughafens", will Pirker. Dort soll mit einem einheitlichen Formular, das in allen EU-Sprachen zur Verfügung gestellt wird, ein Verfahren zur Durchsetzung der Rechte eingereicht werden können. "Dies muss sofort, einfach und ohne zusätzliche Kosten funktionieren", so Pirker.

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