Atomenergie das Auslaufmodell der Energiebranche

In Europa zeigt der Trend Richtung Windenergie.

St. Pölten (OTS) - 12. März 2013: Am zweiten Jahrestag der Atomkraftwerks-Katastrophe in Fukushima zeigte sich eines ganz klar:
Auch wenn nach wie vor weltweit 437 Atomkraftwerke in Betrieb sind, ist die Branche am absteigenden Ast. Während 2012 lediglich 2 Atomkraftwerke mit einer Leistung von 2.500 MW neu gebaut wurden, konnte die Windenergieleistung mit rund 45.000 MW 18 Mal stärker wachsen. In Europa wurden in den letzten 12 Jahren Kernkraftwerke mit einer Leistung von 15.000 MW vom Netz genommen, während im selben Zeitraum die Windkraftleistung um 97.000 MW ausgebaut wurde. "Das Zeitalter der Windenergie hat begonnen" freut sich Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Nirgendwo ist das Ende der Atomenergiebranche so deutlich zu spüren wie in Europa. Allein im Jahr 2012 nahm auf diesem Kontinent die Atomkraftleistung um 1.205 MW ab, während die Windenergieleistung um 11.895 MW zunahm. Auch der weltweite Ausbau zeigt ein ähnliches Bild. 2012 wurden zwei Atomkraftwerke mit einer Leistung von 2.500 MW neu gebaut. "Mit einem Windkraftausbau von 44.711 MW ist aber klar ersichtlich, in welchem Bereich der Energieerzeugungstechnologie weltweit der Schwerpunkt liegt" erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Atombranche bläst zum letzten Angriff Die Krise der Atombranche ist offenkundig. Die Atomkraftwerke, die in Europa in Bau sind, sind mittlerweile mehrere Jahre in Verzug. Mehrere Firmen, darunter auch Siemens haben der Branche bereits den Rücken gekehrt. Ungeachtet der internationalen Entwicklung und der Krise der Atombranche wird noch einmal alles in die Waagschale geworfen. So wird derzeit im Großbritannien über Einspeisetarife für Atomenergie diskutiert. "Die kolportieren Summen sind, auch nach einer Subventionsphase von über 60 Jahren, noch immer weit höher als die Windenergieförderung in Großbritannien ausmacht", berichtet Moidl und fordert: "Wo bleibt in diesem Bereich der Ruf nach Marktintegrierung? Allein in Deutschland hat die Atombranche seit 1950 mehr als 200 Milliarden Euro an Förderungen bekommen, alle erneuerbaren Energien zusammen nicht einmal 30 Milliarden. Die Windenergie ist bereits Heute bedeutend günstiger als die Atomenergie."

Zeit für ein klares Bekenntnis Die Atomenergie ist trotz der langen Förderzeit noch immer die teuerste Energieerzeugungstechnologie. "Abseits der tragischen Auswirkungen der Super-GAUs der Atomenergie, und der tragischen Schicksale die diese Katastrophen erzeugt haben, ist die Atomenergie nicht einmal ökonomisch sinnvoll", erklärt Moidl und ergänzt: "Es ist höchste Zeit für ein starkes und klares Bekenntnis für den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien und das in möglichst kurzer Zeit." Mit dem Ökostromgesetz wird 2015 der erst große Schritt vollzogen. In diesem Jahr wird durch den Ökostromausbau das "Antiatomland" Österreich bilanziell atomstromfrei sein. "Dies kann aber nur ein erster Schritt sein", erklärt Moidl und fordert abschließend: "Nun muss das Ziel sein, durch forcierten Ökostromausbau in großen Schritten 100% des Stromverbrauches in Österreich durch erneuerbare Energien zu decken. Kein anderes Land hat so gute Voraussetzungen wie Österreich. Es gilt diese nur zu nutzen".

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