Kanzler Faymann: Bündnis gegen Rassismus, Faschismus und Rechtsextremismus

Faymann nahm an Gedenkakt für die Gruppe 40 teil

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hat heute, Montag, zusammen mit zahlreichen Mitgliedern der Bundesregierung am Gedenkakt zur Enthüllung der Gedenktafeln für die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof teilgenommen. Dabei mahnte er gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus einzustehen: "Über alle Parteigrenzen hinweg haben wir ein Bündnis gegen das Vergessen, damit sich diese Ereignisse niemals wiederholen können. Wir brauchen eine Gemeinsamkeit und Bündnis gegen Rassismus, Faschismus und Rechtsextremismus." ****

Der Bundeskanzler warnte davor die dunkelste Zeit der österreichischen Geschichte, den Nationalsozialismus, zu vergessen oder kleinzureden. Faymann erinnerte auch an die Worte von Bruno Kreisky, der sagte, dass die Beseitigung der Demokratie im Inneren den Weg zu Faschismus und Verbrechen ermöglichte. Deswegen sei es wichtig, immer für Demokratie, Friede und Freiheit einzustehen. Diese seien ohne Gerechtigkeit nicht denkbar. "Wir müssen ein Klima des Respekts fördern. Respekt vor unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen. Gleichzeitig müssen wir soziale Sicherheit garantieren und das Gemeinsame über das Trennende stellen", forderte der Kanzler.

Faymann betonte, dass eine demokratische Gesinnung die beste Garantie sei, dass sich die Ereignisse nicht wiederholen. Dazu gehöre es auch, immer wieder an die Verbrechen und die Opfer zu erinnern. Einen besonderen Dank richtete er an die Opferverbände und Käthe Sasso, deren Einsatz die neue Gedenkstätte ermöglichte. Der Bundeskanzler betonte die Wichtigkeit von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Sasso, deren Engagement in Schulen und vor Jugendlichen der Grundstein für eine konsequente Haltung gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus sei.

"Ich erinnere mich an die Erzählungen und Berichte von Rosa Jochmann, die mich als junger Mensch wachgerüttelt hat, mich noch stärker gegen Rechtsextremismus einzusetzen", sagte Faymann. Gleichzeitig kritisierte er, dass es auch heute noch Menschen gebe, die keine klare Abgrenzung zu Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus hätten. Hier brauche es eine scharfe und klare Haltung.

Zusammen mit den Opferverbänden, Vertretern der Glaubensgemeinschaften und Mitgliedern der Bundesregierung enthüllte der Kanzler die neugestaltete Gedenktafel für die Opfer der Gruppe 40. Die nun überarbeitete Gedenkstätte stellt die Opfer und ihre Biographien in den Mittelpunkt. (Schluss) sn/bj

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