AK Wien Vollversammlung (3) - Kaske: "Lebensqualität und Sicherung der Arbeitsplätze müssen im Mittelpunkt stehen"

Neuer Präsident der AK Wien will Schwerpunkte bei Arbeit, Bildung und Wohnen setzen

Wien (OTS) - "Der Auftrag der AK heißt, Lebensqualität sichern. Dafür müssen wir uns gemeinsam - Politik, Wirtschaft und Interessensvertretungen - einsetzen. Denn die Herausforderungen der Wirtschaftskrise und insbesondere die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit können wir nur gemeinsam bewältigen", erklärt Rudolf Kaske, neu gewählter Präsident der Arbeiterkammer Wien in der heutigen Vollversammlung. Er will als Präsident der Arbeiterkammer Wien daher vor allem drei Schwerpunkte setzen: Arbeit, Bildung und Wohnen.

"Die Zahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren zwar kontinuierlich gestiegen, viele dieser ArbeitnehmerInnen sind allerdings teilzeit oder geringfügig beschäftigt. Mein Anliegen ist es, dass die ArbeitnehmerInnen ein Einkommen haben von dem sie auch leben können", so Kaske. In den nächsten zehn Jahren werde Wien um rund 142.000 Personen wachsen, deshalb habe die Schaffung von Infrastruktur wie neue Verkehrswege, Kindergärten, bis hin zu Pflege-und Betreuungseinrichtungen für ihn oberste Priorität, erklärt der neue Präsident der AK Wien.

Bildung ist für Kaske der Schlüssel damit Menschen am Arbeitsmarkt bestehen können - gerade auch in Zeiten der Wirtschaftskrise. "Es ist daher wichtig noch mehr auf Ausbildung, Weiterbildung und Qualifikation zu setzen. Initiativen wie die der Stadt Wien und des WAFF, SchulabbrecherInnen oder Personen ohne Lehrabschluss die Nachholung eines Bildungsabschlusses zu ermöglichen, sind Kaske deshalb ein besonderes Anliegen. Wichtig ist für Kaske auch die Verbesserung bei der Anerkennung von Qualifikationen, die im Ausland erworben wurden, weil immer noch zu viele MigrantInnen unter ihrem Ausbildungsniveau und unter ihren Fähigkeiten beschäftigt sind.

Gemeinsam mit der Stadt Wien und mit den Gewerkschaften will sich der neue Präsident der AK Wien dafür stark machen, dass Wohnen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leistbar ist. "Dafür braucht es einen Ausbau an geförderten Wohnungen und eine Mietrechtsreform, damit die Mieten im privaten Wohnbau nicht ins Unermessliche steigen."

Dem scheidenden AK-Präsidenten Herbert Tumpel spricht Kaske Dank und Lob aus. "Herbert Tumpel war der längst dienende Präsident in der Geschichte der Arbeiterkammer und einer der ganz großen Strategen der ArbeitnehmerInnenbewegung." Als eine von Tumpels größten und jüngsten Errungenschaften nennt Kaske die Finanztransaktionssteuer, an deren Einführung er gemeinsam mit dem ÖGB wesentlich beteiligt war.

Pressefotos der AK Wien Vollversammlung stehen unter www.wien.arbeiterkammer.at/presse/fotos zur Verfügung.

(Forts.)

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