75 Jahre "Anschluss": Live-Übertragung, Doku, "Report" und Spielfilm am Jahrestag

Wien (OTS) - Am 12. März 2013 jährt sich zum 75. Mal der Einmarsch deutscher Truppen in Österreich, der sogenannte "Anschluss". Der ORF erinnert mit einem umfangreichen Programmangebot in TV, Radio und Internet (detaillierte Infos unter presse.ORF.at) an dieses Ereignis des Jahres 1938, mit dem die Erste Republik ihr Ende fand. Am Jahrestag, dem 12. März, widmen sich in ORF 2 gleich vier Produktionen diesem dunklen Kapitel österreichischer Zeitgeschichte:
der live übertragene Gedenkakt unter dem Titel "Der Untergang Österreichs" (10.25 Uhr), die Dokumentation "Ari Rath - ein Bub aus Wien" (11.45 Uhr), der "Report" mit einem Beitrag über die Rolle des Vatikans beim Anschluss (21.05 Uhr) und Wolfgang Glücks Spielfilm "38 - Auch das war Wien" (0.00 Uhr).

"Der Untergang Österreichs": Gedenkakt zum 75. Jahrestag des 12. März 1938 (10.25 Uhr)

Live aus dem Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg überträgt ORF 2 den Gedenkakt zum 75. Jahrestag des "Untergangs Österreichs". In Anwesenheit der österreichischen Regierungsspitze und nach der vom ORF-Radio-Symphonieorchester Wien intonierten Bundeshymne zum Auftakt stehen dabei u. a. eine kurze, von ORF-Zeitgeschichte-Experten Andreas Novak gestaltete Filmdoku zum "Anschluss", eine Ansprache von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und eine musikalische Darbietung des Roma-Ensembles Janoska auf dem Programm. Weiters lesen Elisabeth Orth und Cornelius Obonya Texte von österreichischen Opfern des NS-Regimes, darunter solche von Jura Soyfer und Rosa Jochmann.

"Ari Rath - Ein Bub aus Wien" (11.45 Uhr)

Ari Rath wurde 1925 in Wien geboren. Den Antisemitismus bekam er früh zu spüren, in der Schule wurde er "selektiert", einer "Judenklasse" zugewiesen. Dann kam der sogenannte "Anschluss", sein Leben geriet aus den Fugen. Der Bub aus Wien überlebte - und wurde Zeitzeuge zahlreicher Sternstunden der Geschichte. Über Jahrzehnte hinweg war Ari Rath einer der wichtigsten Journalisten im Nahen Osten. Er war Wegbegleiter von Bruno Kreisky und von Israels Staatsgründer David Ben-Gurion. Der Sohn galizischer Juden berichtet in dieser von Monica Ladurner gestalteten Produktion des ORF-Landesstudios Wien von seiner Kindheit in der Porzellangasse in Wien, vom "Anschluss" 1938 und seiner darauffolgenden Flucht mit einem Kindertransport nach Palästina, vom Aufbau des Staates Israel, von seiner Arbeit als Chefredakteur und Herausgeber der liberalen Zeitung "Jerusalem Post" - und von seiner späten Versöhnung mit dem Heimatland Österreich.

"Der Report" (21.05 Uhr)

Geheimdokumente zum 12. März 1938: Der feierliche Aufruf von Österreichs Bischöfen für ein "Ja" zum "Anschluss" an das Deutsche Reich im März 1938 gilt seit jeher als dunkler Fleck in der jüngeren Kirchengeschichte. Bisher nicht bekannt war, wie empört der Vatikan auf das Verhalten der Bischöfe reagierte und welche Konsequenzen er zog. Eva Maria Kaiser zeigt bisher geheime Dokumente aus dem vatikanischen Geheimarchiv aus der Zeit Pius XI. und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen.

"38 - Auch das war Wien" (0.00 Uhr)

Die junge Schauspielerin Carola Hell steht kurz vor dem Einmarsch Hitlers in Österreich 1938 am Anfang einer glänzenden Karriere. Sie glaubt, ihre Liebe zu dem jüdischen Schriftsteller Martin Hoffmann unpolitisch leben zu können. Doch der Faschismus lässt ihnen keine Chance. Die Nazibewegung im ganzen Land wächst, die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich und der latente Antisemitismus wird immer aggressiver. Als sie endlich erkennen, dass sie der Gewalt nicht mehr ausweichen können, versuchen sie, Österreich zu verlassen. In dem von Wolfgang Glück nach dem Roman "Auch das war Wien" von Friedrich Torberg 1986 inszenierten Film spielen Tobias Engel, Sunnyi Melles, Heinz Trixner, Lotte Ledl, Ingrid Burkhard, Romuald Pekny u. a.

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