Zwangsheirat - Wurm: Mit Notwohnung wird wichtiges Projekt im Kampf gegen Gewalt an Frauen umgesetzt

Wien (OTS/SK) - Erfreut zeigt sich SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm, dass die Finanzierung der Notwohnung für von Zwangsheirat betroffene oder bedrohte Frauen zwischen Innen- und Frauenministerium geklärt werden konnte. "Damit wird ein wichtiges Projekt und eine langjährige Forderung umgesetzt, um jungen Mädchen und Frauen nicht nur eine sichere Unterkunft zu bieten, sondern sie auch zu unterstützen, damit sie künftig ein selbstbestimmtes Leben führen können", betonte Wurm am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Zwangsheirat ist eine Form von Gewalt, die sich gegen Mädchen und junge Frauen richtet, die gegen ihren Willen gezwungen werden, einen Mann zu heiraten. "Vielen ist nicht bewusst, dass dies auch in Österreich passiert, pro Jahr sind laut Schätzungen rund 200 Frauen und jungen Mädchen von dieser Gewalt betroffen. Im Jahr 2012 haben sich 89 betroffene Frauen und Mädchen allein an den Verein Orient Express hilfesuchend gewandt", erläuterte Wurm.

Wurm begrüßt auch, dass der Verein Orient Express die Betreuung der Notwohnung übernimmt, da die Mitarbeiterinnen des Vereins ausgezeichnete Expertise haben, und seit 10 Jahren von Zwangsheirat bedrohte oder betroffene Mädchen und Frauen betreuen und beraten.

Ab Juni 2013 können acht Mädchen und Frauen zwischen 16 und 24 Jahren aus ganz Österreich in der Notwohnung untergebracht werden. "Das ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im gemeinsamen Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen", resümierte die SPÖ-Frauensprecherin. (Schluss) up/sl/mp

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