Heinisch-Hosek: "Alle Frauen haben ein Recht auf selbstbestimmtes Leben"

Zweites Symposium "Migration von Frauen und strukturelle Gewalt"

Wien (OTS) - "Seit dem ersten Symposium zum Thema Gewalt gegen Frauen mit Migrationshintergrund sind zehn Jahre vergangen, in denen einiges passiert ist. Doch die Liste jener Forderungen, die noch umzusetzen sind, ist noch lang. Es ist Aufgabe der Politik, hier weiter aktiv zu bleiben und es nicht zuzulassen, dass es Rückschritte bei Frauenrechten gibt", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der Eröffnung des Symposiums "Migration von Frauen und strukturelle Gewalt" im Haus der Europäischen Union in Wien. Die zweitägige Konferenz wird von den Autonomen Österreichischen Frauenhäusern veranstaltet und befasst sich mit den rechtlichen, strukturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen für den Schutz von Migrantinnen vor Gewalt.

"Die Fakten zur Gewalt gegen Frauen müssen die Verantwortlichen in der Politik aufrütteln, und zwar weltweit, in Europa und in Österreich. Ich stehe an der Seite der Betroffenen und all jener, die sich für Veränderungen einsetzen. Ich werde mich in der Regierung und im Parlament für bessere Strukturen und notwendige gesetzliche Grundlagen einsetzen", so Heinisch-Hosek. Dabei sei es wichtig, auf die strukturellen Formen der Gewalt einzugehen: "In Österreich zeigt sich ein heterogenes Bild der zugewanderten Frauen und ihrer jeweiligen Situation. Die Migrantinnen kommen zu 44 Prozent aus Ländern der EU, des EWR und der Schweiz, zu 56 Prozent aus Drittstaaten. Sie sind zwar in Summe nicht häufiger von Gewalt betroffen als einheimische Frauen, aber die Auswirkungen sind oft ganz andere", so die Bundesministerin.

"Wir müssen vor allem in der Prävention von Gewalt ansetzen und das führt vielfach über die Bildung, gerade wenn es um die nachfolgenden Generationen geht. Denn allen Frauen muss es ermöglicht werden, ihren Weg selbstbestimmt zu gehen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem kulturellen Hintergrund. Alle Frauen haben ein Recht darauf, sicher und selbständig leben zu können", sagte die Frauenministerin. Dafür wünsche Sie sich auch europaweit neue Initiativen: "Die Europäische Union ist hier mehr gefragt denn je. Symposien wie das heutige leisten im Kampf gegen Gewalt an Frauen einen wichtigen Beitrag, indem Schwachstellen in unseren Strukturen aufgezeigt und Lösungsansätze diskutiert werden. Ich wünsche mir als Ergebnis ein umfassendes Forderungspaket, als Ausgangsbasis für die weitere Arbeit der Politik".

Bilder von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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