Grüne begrüßen EU-weites Verbot für Tierversuchs-Kosmetika

Brunner: ÖVP muss Blockade beenden und endlich Tierschutz in Verfassung zulassen

Wien (OTS) - Seit 2009 sind Tierversuche für Kosmetika in der EU verboten, ab heute ist auch der Import und Verkauf solcher Produkte untersagt. Das Verbot betrifft alle Schönheits- und Pflegemittel unabhängig davon, ob die Produkte in Europa oder anderswo in der Welt hergestellt wurden. "Das ist ein großer Schritt für den Tierschutz, der längst überfällig war", freut sich Christiane Brunner, Tierschutzsprecherin der Grünen.

"Den ÖsterreicherInnen ist Tierschutz ein großes Anliegen. Durch das EU-Verbot sind wir einen Schritt weiter gekommen. In Österreich steht jedoch die ÖVP einem Weiterkommen in Sachen Tierschutz im Weg. Noch immer sind die Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens von 1996 nicht umgesetzt. Ich fordere die ÖVP auf, ihre Blockade zu beenden und mit uns gemeinsam den Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung zu verankern", sagt Brunner.

1996 haben 460.000 ÖsterreicherInnen das Tierschutzvolksbegehren unterschrieben und den Tierschutz als Staatziel in der Bundesverfassung gefordert. Am 27. Mai 2004 gab es dazu einen einstimmig angenommenen Entschließungsantrag aller Parteien im Parlament. Es liegen eine Bürgerinitiative und drei Anträge im Parlament, die fordern, dass der Tierschutz als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen wird. "Wir sind es gewohnt, dass es mit der ÖVP manchmal länger dauert, den Willen der ÖsterreicherInnen umzusetzen, aber wie hier vorgegangen wird, ist ein Skandal. Tierschutz wird durch die ÖVP schubladisiert", stellt Brunner fest.

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