Brauner, Frauenberger: Echte Gleichstellung bedeutet Halbe/Halbe!

20 Jahre Frauenzentraum ega: Frauenpolitik und beste Unterhaltung beim ega-Frauenfest

Wien (OTS/SPW) - Anlässlich des Internationalen Frauentages luden die Wiener SPÖ Frauen und die FSG Wien Frauen am gestrigen Samstag zu einem besonderen Festtag für alle Frauen ins ega im 6. Bezirk, der ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums des Frauenzentrums stand. Neben einer Diskussion sorgte ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm von Kabarett über Kunst bis zu Pop- und Elektromusik für beste Unterhaltung, die zahlreiche Gäste bis spät in die Nacht hinein genossen. Moderiert wurde das Fest von Amira Awad. ****

Höhepunkt des Frauentagsfestes war eine Diskussion zum Thema Qualifikation und Arbeitsmarkt mit der Vorsitzenden der Wiener SPÖ Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, FSG Wien-Frauenvorsitzende Renate Anderl und Maria Gluchman, stv. Vorsitzende des Billa Betriebsrates für Wien. Brauner ging auf die besondere Situation am Arbeitsmarkt ein: So gäbe es so viele Arbeitsplätze wie noch nie, jedoch steige auch die Arbeitslosigkeit, weil vielen Menschen die nötige Qualifikation, besonders für zukunftsträchtige Berufe in der Technik-Branche, fehle. Von dieser Entwicklung seien besonders viele Frauen betroffen. Daher wurde gemeinsam mit vielen wirtschaftlichen Playern, darunter die Arbeiterkammer, das AMS, die Wirtschaftskammer, uvm., der Qualifikationsplan Wien ins Leben gerufen. "Wir wollen die WienerInnen und besonders die Frauen für jene Berufe, die es in Wien gibt, ausbilden und den Anteil derer, die nur über einen Hauptschulabschluss verfügen, zurückdrängen. Damit sie über gute Jobchanchen verfügen und ein eigenständiges Leben führen können", unterstrich Brauner. Um mehr Chancengleichheit zu erreichen und die Einkommensschere zu schließen, sei nicht nur die Aus- und Weiterbildung von zentraler Bedeutung, sondern auch konkrete Frauenförderung. In diesem Zusammenhang berichtete Frauenstadträtin Sandra Frauenberger von erfolgreichen Maßnahmen der Stadt, wie der Koppelung öffentlicher Aufträge an Frauenförderung und Einkommensberichte, die in der Stadt zur Anwendung kommen. "In Wien werden mittlerweile 22 Millionen Euro an betriebliche Frauenförderung gebunden - das ist sozialdemokratische Frauenpolitik!"

Auch das Gleichbehandlungspaket, das vor 20 Jahren verwirklicht wurde, sei für die Gleichstellung der Frauen von zentraler Bedeutung, betonte Renate Anderl. Der Kampf für gerechte und fair bezahlte Einkommen für Frauen sei jedoch noch immer aktuell. Teilzeit sei hierbei für viele Frauen eine Sackgasse, die in geringere Pensionen führe. Daher müssen die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden - durch den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, durch Qualifikation und durch betriebliche Gesundheitsförderung. Denn "wir wollen genauso lange arbeiten wie die Männer, aber erst dann, wenn das Einkommen und die Chancen dies selben sind", so Anderl. Hierbei unterstrich Betriebsrätin Gluchman, dass jede Frau für ihre Rechte kämpfen sollte und in Betrieben ohne Betriebsrat die MitarbeiterInnen Unterstützung bei der Arbeiterkammer oder der Gewerkschaft einholen können. Zentral sei das Zusammenspiel für mehr Gleichberechtigung von BetriebsrätInnen, der Gewerkschaft und der Politik: "Wir versuchen gemeinsam die Frauen zu unterstützen und Chancen- und Einkommensgerechtigkeit zu verwirklichen. Damit die Frauen dort hinkommen, wo sie hingehören!", so Brauner. Abschließend stellte die Runde fest, dass echte Gleichstellung "Halbe/Halbe" bedeute: halbes Geld, halbe Karrierechancen und die Hälfte der Macht. Diese sei erst dann erreicht, wenn genauso viele Frauen wie Männer in Top-Positionen arbeiten.

Nach einem Kabarettauftritt der Kernölamazonen ließ ein Geburtstagsfilm 20 Jahre ega im Sinne der Frauen Revue passieren. Dabei gaben die ehemalige Frauenvorsitzende und Wiener Stadträtin Ingrid Smekal und Renate Brauner Einblicke in die Entstehungsgeschichte und wichtige politische Projekte, wie "Frauen planen ihre Stadt", die im ega ihren Anfang nahmen. Zahlreiche Weggefährtinnen und Künstlerinnen unterstrichen die Wichtigkeit des ega als einen zentralen Ort der Kommunikation von und für die Wienerinnen.

Weitere Höhepunkte des Abends waren die Eröffnung einer Vernissage von Gerlinde Kosina, sowie die Auftritte der Rounder Girls, von Mika Vember und Saedi, die mit geballter Frauenpower für beste Stimmung sorgten. Abgerundet wurde das Frauentagsfest zu späterer Stunde mit Elektro-Sounds von The Bandaloop. Zahlreiche BesucherInnen, prominente Gäste und Weggefährtinnen wie u.a. Ingrid Smekal, die ehemalige Unterrichtsministerin Hilde Hawlicek, Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, Umweltstadträtin Ulli Sima, Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch, die Nationalratsabgeordneten Petra Bayer und Andrea Kuntzl, sowie LAbg. Martina Ludwig-Faymann, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und viele mehr genossen das abwechslungsreiche Programm und freuten sich über ein gelungenes Fest. (Schluss) nk

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