Hundstorfer warnt vor "geplantem Produktverschleiß": Verbraucherprobleme nehmen rapide zu

Konsumentenschutzministerium macht im diesjährigen Fraud Prevention Month auf die Problematik der kurzen Produktlebensdauer aufmerksam

Wien (OTS/BMASK) - Viele Geräte wie Fernseher, Mobiltelefone oder Waschmaschinen erfordern bereits kurz nach Ablauf der Gewährleistungsfrist eine Reparatur, die sich oft als unrentabel herausstellt. Kritiker warnen davor, dass es sich hierbei womöglich um einen geplanten Produktverschleiß, in der Fachsprache auch "geplante Obsoleszenz", handelt. Die im März stattfindende Betrugsbekämpfungskampagne des BMASK ruft KonsumentInnen dazu auf, ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit der Problematik der "berechneten Produktlebensdauer" zu schildern und verweist dazu auf eine aktuelle Onlinebefragung des VKI, dem Verein für Konsumenteninformation.

"Verbraucherorganisationen werden zunehmend mit Beschwerden von KonsumentInnen konfrontiert, die von offenbar bewusst eingebauten "Sollbruchstellen" und "Schwachstellen" bei gekauften Produkten wie Handys, Computer oder Waschmaschinen berichten. Diese Problematik der auffallend kurzen Produktlebensdauer nimmt ernstzunehmende Ausmaße an und der Verdacht, Produkte werden vorsätzlich so gestaltet, dass Reparaturen unmöglich bzw. unwirtschaftlich sind, scheint sich zu erhärten", warnt Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer.

Im Rahmen des diesjährigen Fraud Prevention Month (kurz FPM, dt. "Betrugs-Verhütungs-Monat"), einer von der internationalen Verbraucherschutzorganisation ICPEN initiierten Kampagne, werden Konsumentinnen und Konsumenten über unlautere Geschäftspraktiken aufgeklärt. Heuer im März steht die Bewusstseinsbildung zum Thema "geplante Obsoleszenz" im Vordergrund. Das BMASK verweist in diesem Zusammenhang auf die derzeit vom VKI veranstaltete Onlineumfrage und ruft KonsumentInnen dazu auf, sich daran zu beteiligen.

"KonsumentInnen tendieren bei defekten Geräten eher zum Neukauf als zur Reparatur, was nicht nur die eigene Geldbörse strapaziert, sondern auch ökologisch äußerst problematisch ist. Zwar fehlen die Beweise für einen bewussten Fehlereinbau in den Produkten, doch die geschilderten Erfahrungen der VerbraucherInnen müssen als mögliche Indizien dafür jedenfalls ernst genommen werden, so Hundstorfer abschließend.

Die Umfrage des VKI ist unter folgendem Link zu finden:
https://response.questback.com/vereinfrkonsumenteninformat/obsoleszen
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Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at

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