Frauenministerin Heinisch-Hosek: Gesundes Selbstbewusstsein durch Vorbilder in der Familie und in Bildungseinrichtungen

Open House im Frauenministerium mit Talkrunde zur Problematik der Schönheitsindustrie

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek machte gegen Ende des diesjährigen Frauentages auf die Wichtigkeit des für die heutige Talkrunde gewählten Themas aufmerksam: "Es ist erschütternd zu verfolgen, dass rund 50 Prozent aller Mädchen bereits eine Diät hinter sich haben und dass 80 bis 90 Prozent nicht mit sich zufrieden sind. Die dahinter stehenden Industriezweige gaukeln etwas vor, das nicht der Realität entspricht und übernehmen damit eine falsche Vorbildfunktion für junge Menschen", so Heinisch-Hosek. Und daher sei es notwendig, dass gesellschaftspolitisch andere Normen vorgegeben werden, womit bereits im Kindergarten begonnen werden könne. "Die Vorbildwirkung innerhalb der Familien ist zwar sehr wichtig, darüber hinausgehend benötigen wir aber auch die Unterstützung von Bildungseinrichtungen", erläuterte die Frauenministerin die Bedeutung von geschlechtersensiblen Kindergärten, von außerschulischer Mädchenarbeit und weiteren Einrichtungen in diesem sensiblen Bereich. Pädagoginnen und Pädagogen würden hier einen wertvollen Beitrag unter anderem dadurch leisten, indem sie Schülerinnen im bislang männlich dominierten Bereich der Naturwissenschaften unterstützen. "Nur gemeinsam können wir ein gesundes Selbstbewusstsein schaffen", betonte Heinisch-Hosek.

Die Problematik, dass teils stark bearbeitete Bilder ein falsches Schönheitsideal präsentieren, sieht die Frauenministerin als Motivation für eines ihrer maßgeblichen Projekte in diesem Bereich:
"Ich möchte versuchen, mit Verlagen und mit dem Werberat zusammenzuarbeiten. Das Ziel ist es, dass es seitens dieser Branchen zu einer Art Selbstverpflichtung kommt, so dass etwa der Grad der Bildbearbeitung angeführt wird." Über einen bereits geschaffenen Normbereich ist die Frauenministerin froh. "Das Schönheitsoperationsgesetz sorgt dafür, dass die bestehende Industrie nicht noch mehr Platz greift. Es ist darauf hinzuweisen, dass nicht jeder solche Operationen durchführen darf. Noch dazu ist nicht gesagt, dass sich die Betroffenen durch eine Änderung an ihrem Körper danach tatsächlich glücklicher fühlen", so Heinisch-Hosek.

"Es ist wichtig, dass wir den Frauentag nutzen und dass wir zeigen, was Frauen können und all dies miteinander diskutieren. Gegen Ende einer Legislaturperiode ist es an der Zeit zurückzublicken, wobei wir eine durchaus passable Bilanz ziehen können", verwies Heinisch-Hosek darauf, dass nun die beschlossenen Gesetze der letzten Zeit mit Leben zu erfüllen seien, etwa im Bereich der Einkommensberichte und der Kinderbetreuung. "Für die Zukunft wünsche ich mir gesunde, natürliche Vorbilder und Präventionsarbeit durch Einrichtungen, die ein wachsames Auge auf mögliche Problemfälle durch die Auswüchse der Schönheitsindustrie haben", so Heinisch-Hosek.

Unter der Leitung von Mari Lang diskutierten die ehemalige Miss Austria, Carmen Stamboli und Lisa Tomaschek-Habrina, Leiterin von "sowhat - Institut für Menschen mit Essstörungen", mit Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Bereits am Nachmittag besuchten zahlreiche Besucherinnen und Besucher das Palais Dietrichstein. Nach der Eröffnung einiger Ausstellungen seitens der Ministerin nutzten viele die Möglichkeit zur Besichtigung der Räumlichkeiten im Inneren des Gebäudes.

Bilder zum Frauentag 2013 können Sie aus dem Fotoservice des Bundeskanzleramtes - fotoservice.bundeskanzleramt.at - kostenfrei abrufen.

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Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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