"Thema" am 11. März: Missbrauch in der Wohngemeinschaft

Außerdem: Ein Blick hinter die Kulissen der "CopStories"

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 11. März 2013, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Ein Regime aus Angst und Schrecken: Missbrauch in der Wohngemeinschaft

"Nach all dem, was passiert ist, tut es gut, endlich darüber zu reden", sagt eines der vier Mädchen, die offenbar drei Jahre lang in einer betreuten Wohngemeinschaft der Stadt Graz vergewaltigt worden sind. Es ist ein Regime aus Angst und Schrecken, das drei heute 17-jährige Burschen dort geführt haben. Unbemerkt von den Sozialarbeitern sollen die Opfer immer wieder missbraucht und mit dem Umbringen bedroht worden sein, damit sie schweigen. Die mutmaßlichen Täter haben inzwischen gestanden. Das Jugendamt steht unter Beschuss:
Wie konnte es sein, dass niemand etwas bemerkt hat? "Ich werde die verantwortlichen Stellen klagen, denn wer wird die Therapien bezahlen, die meine Kinder später brauchen werden?", sagt Andrea R., Mutter von zwei betroffenen Mädchen im "Thema"-Interview. Eva Kordesch und Oliver Rubenthaler haben recherchiert.

Selbstmord oder doch Mord?

Erhängt an einer Türschnalle wird die 26-jährige Sandra Reiter Ende Oktober in ihrer Wohnung gefunden. Suizid, sagen Polizei und Amtsärztin. Doch die Mutter der jungen Frau glaubt nicht daran:
"Meine Tochter hatte keinen Grund, sie hätte das nie getan". Schließlich wird Sandras Exfreund verhaftet. Dessen Vater ist von der Schuldlosigkeit seines Sohnes überzeugt: "Er beteuert, dass er es nicht war. Ich weiß, wann er lügt." Doch die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig. Denn Polizei und Amtsärztin haben keine Spuren gesichert. Der Vater des Verdächtigen und die Mutter des Opfers sind verzweifelt und kämpfen um Gerechtigkeit, berichtet Zoran Dobric.

Wir sind nicht mehr Papst

Während man in Rom um den Beginn des Konklaves ringt, wird dem zurückgetretenen Papst in seiner bayrischen Heimat noch einmal gehuldigt. Seine Anhänger sind vom Rücktritt ihres Landsmannes tief erschüttert. Unter ihnen Annemarie und Johann Ramsauer. Mit einem Antrittslied für den deutschen Papst hat das Ehepaar 2006 von sich reden gemacht und prompt eine Privataudienz bekommen. Jetzt fordern sie Joseph Ratzinger singend auf: "Komm heim in dein bayrisches Landl, das gibt deinem Leben die Kron', komm heim in dein bayrisches Landl, wir alle erwarten dich schon". Und wieder hat sich Rom gemeldet und will das Lied haben. Gudrun Kampelmüller hat die Papstlied-Dichter getroffen und sich im Geburtsort Joseph Ratzingers umgehört.

CopStories - hinter den Kulissen

In enger Zusammenarbeit mit der "echten" Polizei ist die neue ORF-Serie "CopStories" (dienstags, 20.15 Uhr in ORF eins) entstanden. Die Geschichten rund um ein Polizeirevier im "Multikulti-Bezirk" Ottakring sollen die Exekutivbeamten von ihrer menschlichen Seite zeigen und den Zuseher/innen auch deren private Schwierigkeiten näher bringen. "Ich habe während der Dreharbeiten gelernt, dass ein Polizist andere verteidigt, aber auch sich selbst ständig verteidigen muss", sagt der Schauspieler Martin Zauner, der einen fremdenfeindlichen Kommissar spielt. Auch Menschen von der Straße spielen mit, wie etwa der 18-jährige Baris Cetin und seine Freunde. Eva Kordesch blickt hinter die Kulissen der "CopStories".

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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