Schwentner ortet ÖVP-Umdenken bei Frauenquoten

Grüne erfreut über Vorstoß von Justizsprecher Ikrath

Wien (OTS) - "Es ist schön, dass es mit Justizsprecher Ikrath nun einen Abgeordneten aus den Reihen der ÖVP gibt, der die starre ÖVP-Linie gegen Quoten auch in der Öffentlichkeit nicht länger mitträgt. Es bleibt zu hoffen, dass dies der Anfang eines Umdenkprozesses in der ÖVP ist. Denn das Festhalten an überkommenen und veralteten Positionen bietet keine Zukunftsperspektiven", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Zahlreiche Studien belegen, dass Unternehmen mit gemischten Führungsteams wirtschaftlich sehr viel erfolgreicher sind als jene, in denen nur Männer das Sagen haben. Frauendiskriminierende Strukturen und Abläufe bei der Personalauswahl müssen endlich der Vergangenheit angehören.

"Sowohl für die Gleichbehandlung als auch für den wirtschaftlichen Erfolg braucht es eine gesetzliche Quotenregelung. Denn freiwillige Maßnahmen dauern ewig und bringen fast gar nichts. Justizministerin Karl und Wirtschaftsminister Mitterlehner sollten beginnen mehr an die Zukunft unseres Landes und weniger an alte Männerbünde zu denken", meint Schwentner. Es sei nämlich zu befürchten, dass österreichische Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen in anderen europäischen Ländern in Zukunft immer seltener zum Zug kommen werden, weil die Frauenquote immer öfter zur Zugangsvoraussetzung für öffentliche Aufträge wird. "Die überkommenen Rollenbilder der ÖVP dürfen die Gleichstellung und den wirtschaftlichen Erfolg des Landes nicht länger belasten. Nur die Quote stellt sicher, dass die besten Köpfe und nicht die am besten vernetzten Männer in verantwortungsvolle Positionen kommen", meint Judith Schwentner.

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