Wurm zu Frauenquoten in Aufsichtsräten: Kommt erfreulicher Sinneswandel der ÖVP?

VP-Justizsprecher Ikrath spricht sich pro Frauenquoten aus

Wien (OTS/SK) - Sehr erfreut ist SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm über ein Bröckeln der Front der ÖVP in Sachen Frauenquoten. "Dass der VP-Justizsprecher sich für eine Frauenquote in Aufsichtsräten ausspricht, wie die EU-Justizkommissarin Viviane Reding und auch die SPÖ-Frauen dies seit langem fordern, ist ein äußerst positives Signal", sagte Wurm am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die EU-Kommission fordert diese gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten bei börsenotierten Unternehmen bis 2020. "Reding begründet ihr Anliegen mit der europaweiten Beobachtung, dass auf freiwilliger Basis kaum Fortschritte erzielt worden wären, deshalb seien gesetzliche Maßnahmen mit Sanktionen notwendig", erklärte Wurm.

Auch wies Wurm darauf hin, dass zahllose Studien belegen, dass Unternehmen mit Frauen und Männern in den Top-Etagen bessere Ergebnisse erzielen. "Die Führungsetagen der Wirtschaft dürfen nicht länger eine frauenfreie Zone bleiben", sagte Wurm und verwies auf das positive Beispiel der Frauenquoten in staatsnahen Unternehmen. "Das funktioniert ausgezeichnet. Das erste Etappenziel, nämlich 25 Prozent Frauen im Aufsichtsrat, wurde bereits nach der Hälfte der vorgegebenen Zeit erreicht. Das zeigt: Quoten wirken und es wird Zeit, sie auch in der Privatwirtschaft einzuführen."

Die SPÖ-Frauensprecherin appellierte daher an die ÖVP: "Nehmen wir den Frauentag zum Anlass für einen neuen gemeinsamen Anlauf, um in den nächsten parlamentarischen Ausschüssen dieses Thema zu diskutieren und noch in dieser Legislaturperiode zu einem positiven Abschluss zu bringen." (Schluss) up/bj

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