Kappel: Bundesregierung säumig bei wirtschaftlicher Gleichstellung von Frauen

Vor allem die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind eklatant

Wien (OTS) - "Bundesregierung ist säumig bei der wirtschaftlichen Gleichstellung von Frauen", sagt die Wiener FPÖ-Gemeinderätin Barbara Kappel am Weltfrauentages, "vor allem die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind in Österreich eklatant - und das nach Generationen von SPÖ-dominierten Regierungen". Auch die aktuelle SPÖ-dominierte Bundesregierung und die rot-grüne Stadtregierung in Bezug auf Frauenfragen halten in erster Linie das Thema "Frauenquote" politisch hoch, die tatsächlich frauenrelevanten Probleme bleiben leider weiter ungelöst.

Es sind dies in erster Linie unterschiedliche Bezahlung für gleiche Tätigkeit, die Bildungs- und Ausbildungssituation junger Frauen und die hohe Frauenarmut in Österreich. "Belegt ist dies durch zahlreiche Studien wie beispielsweise den Global Gender Gap Report 2012 des World Economic Forum. Hier liegt Österreich in einzelnen Kategorien abgeschlagen auf den hinteren Plätzen des insgesamt 135 Länder umfassenden Rankings", sagt Kappel, "ein schlechtes Zeugnis für die Frauenpolitik der heimischen Regierungsverantwortlichen."

So erreicht Österreich beispielsweise bei der wirtschaftlichen Gleichstellung laut Gender Gap Report 2012 nur Platz 70. Untersucht wurden dabei die Beschäftigungsquote von Frauen, die Zahl der weiblichen Fachkräfte und Techniker sowie die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen bei vergleichbaren Tätigkeiten. "Vor allem bei der Unterkategorie "Gehaltsunterschiede" liegt Österreich auf dem schlechten 99. Rang. Hier wird ein arges Versäumnis der österreichischen Bundesregierung aufgezeigt", sagt Kappel.

Laut Eurostat ist der durchschnittliche Bruttostundenlohn einer Frau in Österreich um rund ein Viertel niedriger als der eines Mannes, das Jahreseinkommen um mehr als 40 Prozent. Rund ein Drittel aller berufstätigen Frauen sind Niedriglohnbezieherinnen, 85 Prozent arbeiten Teilzeit. Auch der Frauenanteil an Führungspositionen in der österreichischen Wirtschaft ist gering. "Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger wies für 2012 knapp über 307.000 geringfügig Beschäftigte aus, die im Monat nicht mehr als 376,26 Euro verdienen. Zwei Drittel davon sind Frauen, 35 Prozent der Geringfügigen gelten als armutsgefährdet", sagt Kappel, "das ist ein beschämendes Ergebnis für eines der reichsten Länder der Welt".

"Einkommensnachteile und ausbildungsbedingt schlechtere Beschäftigungschancen von Frauen schlagen sich in niedrigeren Frauenpensionen bei gleichzeitig höherem Armutsrisiko nieder. In Österreich sind mehr als ein Viertel der alleinlebenden Pensionistinnen armutsgefährdet, ebenso mehr als ein Viertel aller Alleinerzieherinnen. Das ist eine alarmierende Quote und deshalb muss unser politisches Augenmerk darauf liegen, adäquate Beschäftigungs-und Gehaltsstrukturen für Frauen zu schaffen", erklärt Kappel. (Schluss)tontsche

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