Kucharowits/Guzi/Ebhart-Kubicek: "Wir haben es SATT und sagen NEIN! - Alltagssexismus ist kein Kavaliersdelikt!"

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Frauentags bekräftigt die Junge Generation in der SPÖ (JG) ihre Forderung nach Änderung des Strafrechts. "Noch immer wird ungewolltes Küssen oder Po-Grapschen in Österreich nicht strafrechtlich verfolgt, hier brauchen wir eine Veränderung", forderte die JG-Bundesvorsitzende Katharina Kucharowits am Internationalen Frauentag. ****

Aktion zum Internationalen Frauentag

Um ein Zeichen gegen die Bagatellisierung von sexueller Gewalt zu setzen, veranstaltet die JG morgen, Samstag 9.3.2013 um 9.45 Uhr, eine Aktion auf der Mariahilfer Straße beim Museumsquartier. Passantinnen und Passanten werden aufgefordert, ihr Statement gegen sexuelle Gewalt abzugeben und damit klar zu sagen: "Wir haben es satt und sagen NEIN".

Alltagssexismus ist kein Kavaliersdelikt

Die Zahlen sind alarmierend: Die vierteljährlichen Umfrage von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, das "Frauenbarometer", zeigt, dass jede dritte Frau in ihrem Leben schon einmal sexuell belästigt wurde. "Sexismus im Alltag, sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen sind noch immer Realität. Für viele Frauen zählen anzügliche Witze, Grapschen und viele weitere Formen der sexistischen Grenzüberschreitung zum Alltag. Daher fordern wir auf politischer Ebene, den Schutz der Opfer auszuweiten", führte Katharina Ebhart-Kubicek, Vorsitzende des JG-Bundesfrauenarbeitskreises aus.

Im Moment sind Frauen nur im Bereich der Arbeitswelt vor sexuellen Übergriffen geschützt. "Deshalb unterstützen wir die Forderung von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek nach einer Änderung des Strafgesetzes", betonte Kucharowits. "Po-Grapschen soll endlich auch als sexuelle Belästigung strafrechtlich geahndet werden. Justizministerin Karl ist aufgefordert hier entsprechenden Änderungen zuzustimmen."

"Sexismus ist immer Ausdrucksform der Herabwürdigung einer anderen Person. Alltagssexismus als Kavaliersdelikt zu bezeichnen, verharmlost die Situation der Opfer. Wir haben es satt und sagen deshalb: Nein zu frauenfeindlichen Witzen! Nein zu sexistischen Machosprüchen! Nein zu jedem Po-Grapscher! JA zu einer anti-sexistischen, selbstbestimmten und feministischen Gesellschaft!", gibt sich Isabella Guzi, Leiterin des Frauenarbeitskreises der JG Wien am Internationalen Frauentag kämpferisch. (Schluss) sn/mp

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Tel.: +43 664 885 402 86; +43 1 534 27 - 244

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