Spindelegger: "Stärkung der Frauenrechte ist Anliegen der österreichischen Außen- und Entwicklungspolitik"

Außenminister zum Internationalen Frauentag

Wien (OTS) - "Der Schutz und die Stärkung der Rechte der Frauen sind nicht nur langjährige prioritäre Anliegen der österreichischen Außenpolitik, sie sind auch und vor allem unerlässliche Elemente jeder offenen und prosperierenden Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die die Rechte von 50 % ihrer Teilhaber missachtet, kann langfristig nicht erfolgreich sein", so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Der Außenminister verwies darauf, dass er dieses Anliegen auch in seinen persönlichen Kontakt konsequent thematisiert. "Meine rezenten Besuche in Saudi Arabien und in Afghanistan konnte ich etwa dazu nützen, auf die Stärkung der Rechte und die Teilhabe der Frauen auf allen Ebenen zu drängen. Insbesondere muss die Stimme der Frauen -ganz im Sinne der Sicherheitsrats-Resolution 1325 (2000) - verstärkt in den Friedensprozess eingebracht werden."

"Trotz vereinzelter positiver Entwicklungen auch in diesen Staaten ist klar, dass noch viel mehr getan werden muss, um die Diskriminierung von Frauen weltweit endgültig und effektiv zu überwinden. Dies ist eine Aufgabe, die sich uns allen stellt", so Spindelegger weiter. "Besonders wichtig ist es, ein nachhaltiges Bewusstsein für Fragen der Gleichstellung zu schaffen. So darf es etwa nicht sein, dass Gewalt gegen Frauen in vielen Gesellschaften weiterhin stillschweigend toleriert wird. Das Ziel, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern, steht auch im Zentrum der derzeitigen Tagung der Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen in New York. Österreich setzt sich dabei aktiv für ein starkes Abschlussdokument ein."

Geschlechtsspezifische Gewalt zu reduzieren und Frauen vermehrt an Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen, zählt auch zu den erklärten Zielen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. So werden im Rahmen des Programms "Rechte fordern - Gleichstellung fördern" von CARE Österreich 60.000 Frauen und 30.000 Männer in Norduganda, Nepal und Äthiopien befähigt, Geschlechtergleichstellung individuell, gesellschaftlich und strukturell umzusetzen. Langfristig sollen eine Änderung des Verhaltens und der Einstellung in der Gesellschaft erreicht werden, um diskriminierende Machtverhältnisse abzuschaffen. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finanziert dieses Programm mit 2,5 Millionen Euro. Im Kosovo finanziert die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ein Projekt zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt gegen Frauen. Ein Frauenhaus gewährt Frauen und ihren Kindern in Krisensituationen aktiv Schutz; Kampagnen und Workshops informieren und sensibilisieren die Bevölkerung. Die betroffenen Frauen werden auf ihrem Weg in die soziale und wirtschaftliche Selbständigkeit unterstützt.

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