MA 31: Neues Trinkwasserkraftwerk am Wienerberg!

Das nunmehr 15. Trinkwasserkraftwerk wird im Herbst 2013 in Wien in Betrieb gehen.

Wien (OTS) - Im Umweltausschuss des Wiener Gemeinderates am 5. März wurde das Vorhaben eines neuen Trinkwasserkraftwerkes in Wien einstimmig beschlossen. Damit wird im Herbst 2013 ein weiteres, das bislang zweite, Trinkwasserkraftwerk auf Wiener Stadtgebiet in Betrieb gehen.

Das geplante Kraftwerk Wienerberg nutzt die Druckunterschiede im Versorgungsnetz zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom. Das Kraftwerk wird innerhalb der bestehenden Schieberkammer des Wasserbehälters Wienerberg errichtet. Jährlich rund 260.000 Kilowattstunden Energie können auf diesem Weg erzeugt werden, damit könnten etwa 70 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Die Errichtungskosten betragen 360.000 Euro brutto.

Wiener Wasser leistet Beitrag zur Ökostromerzeugung

Das Wiener Wasser wird bereits seit 1930 auch zur Erzeugung von Ökostrom genutzt und erhält dadurch eine zusätzliche ökologische Bedeutung. Mit aktuell insgesamt 14 Trinkwasserkraftwerken entlang den beiden Wiener Hochquellenleitungen werden jährlich rund 65 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht in etwa dem Strombedarf einer Stadt mit 50.000 EinwohnerInnen.

Damit leistet die MA 31 - Wiener Wasser einen wichtigen Beitrag zur Produktion von umweltfreundlicher Energie. An der Erhöhung der Ökostromerzeugung innerhalb der Wiener Wasserversorgung wird laufend gearbeitet, weitere Anlagen folgen sukzessive in den den nächsten Jahren.

14 Trinkwasserkraftwerke

Auf Wiener Stadtgebiet selbst wird das Trinkwasserkraftwerk Wienerberg das zweite Kraftwerk - neben dem Kraftwerk Mauer - sein, das von der MA 31 betrieben wird.

2006 wurde von der MA 31 das Trinkwasserkraftwerk Mauer am Ende der II. Wiener Hochquellenleitung in Betrieb genommen. Ein Teil der Wassermenge, welche über die II. Hochquellenleitung nach Wien fließt, wird dort über eine Francis-Turbine geleitet. So werden drei Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produziert, was der Versorgung von 1.000 Haushalten mit elektrischer Energie entspricht.

In der Gemeinde Wildalpen betreibt die MA 31 insgesamt sieben Kraftwerke. Mit deren Energie wird der gesamte Ort und die Anlagen der Wasserwerke versorgt. In Gaming befinden sich zwei weitere Kleinkraftwerke entlang der II. Hochquellenleitung, die allerdings nicht von der MA 31 selbst, sondern von Wien Energie betrieben werden. Im Quellgebiet Hirschwang (NÖ) sind vier Trinkwasserkraftwerke in Betrieb. Die Versorgung der Bevölkerung von Hinternasswald wäre ohne das dortige Kraftwerk nicht möglich, da das öffentliche Netz der EVN nicht so weit ins Tal reicht. In Nasswald wurde 2010 ein Kraftwerk in Betrieb genommen, welches mit Trinkwasser der Pfannbauernquelle und des Schneealpenstollens betrieben wird.

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