"Artist in Residence" startet im März auf ORF III

ORF III präsentiert einmal im Monat ein junges Künstlerprojekt zum Thema Fernsehen

Wien (OTS) - Am Montag, dem 11. März 2013, startet der Kultur- und Informationskanal des ORF sein neues Sendeformat "Artist in Residence": Einmal im Monat gibt es innovative, von jungen Künstlerinnen und Künstlern produzierte Fernsehkunst zu sehen.

Den Anfang macht der österreichische Künstler Christoph Arge Schwarz, der bei Peter Weibel und Karel Dudesek in Wien studiert hat und für die Dreharbeiten einen Monat lang im ORF-Zentrum am Küniglberg wohnte. Der selbstreflexive Videoessay "Der Sender schläft" dokumentiert das Leben und Arbeiten des Künstlers im Sender vom Einzug bis zum fertiggestellten Fernsehkunstwerk mit all seinen Höhepunkten und Tiefschlägen. Zu sehen ist sein Projekt am Montag, dem 11. März, um 23.10 Uhr.

"Das ORF-Zentrum physisch als embedded artist zu erforschen hat mir eine intuitive Herangehensweise ermöglicht - so konnte ich mein Projekt genau auf den Sendeplatz hinzirkeln", meint Schwarz nach Ablauf seines Aufenthalts am Küniglberg.

Vergangenen Sommer hatte ORF III Kultur und Information in einer internationalen Ausschreibung Kunstschaffende dazu eingeladen, sich mit dem Medium Fernsehen auseinanderzusetzen und in Eigenregie Sendezeit zu gestalten. In den kommenden Monaten zeigen zwölf vom ORF-III-Kulturbeirat ausgewählte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Koordiniert und betreut wird das Programm von FM4-Mitarbeiterin Judith Revers, die sich in ihrer Dissertation an der Akademie der bildenden Künste Wien mit dem Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und öffentlich-rechtlichem Fernsehen auseinandersetzt.

Im April präsentiert dann die deutsch-iranische Künstlerin Anahita Razmi, die aktuell für das MAK-Schindler-Stipendium in L.A. nominiert ist, ihr Projekt "Replays/Replace". Dafür lässt sie ORF-Moderatorinnen und -moderatoren in wohlbekannten Studiosettings ein künstlerisches Manifest aus dem Jahre 1952 verlesen, in dem das Fernsehen als Mittel zur Erneuerung der Kunst beschrieben wird. Ursprünglich von den Spezialisten im italienischen Fernsehen der 50er Jahre ausgestrahlt, existiert von der Sendung heute keine Aufzeichnung mehr - Anahita Razmi bemüht sich nun, 60 Jahre später, um eine Neuinszenierung in zeitgenössischem Kontext.

Im Mai erwartet das TV-Publikum das Fernsehkunstwerk der deutschen Künstlerin Anna Louisa Wolff, die in ihrem narrativen Animationsfilm "You are welcome to my rocky island. It's tropical!" unter Einbeziehung des Teletextes das Themenfeld "Obsession - Passion -Liebe" erforscht.

"Die Räume für Kunstschaffende, im und mit dem Medium Fernsehen kreativ tätig zu werden, sind rar. Umso mehr freuen wir uns, dieses künstlerische Vakuum innerhalb der Fernsehlandschaft nun mit hochwertigen Projekten befüllen zu dürfen", freut sich ORF-III-Geschäftsführer Peter Schöber über den Start der neuen Sendereihe.

Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz beschreibt die Motivation hinter dem Konzept: "Nachdem sich ORF III schon bisher erfolgreich und umfassend um die Berichterstattung und Übertragung kultureller Ereignisse aus den unterschiedlichsten Sparten bemüht hat, integriert nun dieses Projekt die zeitgenössische Kunstszene ins Programm und ermöglicht eine offene Kommunikation zwischen der jungen Avantgarde und dem Sender."

Kulturbeiratsvorsitzender Gerhard Weis sieht darin einen "wichtigen Anstoß in Richtung des jungen und weiteren Ausbaus der öffentlich-rechtlichen Bühnenfunktion".

Die Sendereihe "Artist in Residence" ist ab 11. März 2013 jeweils einmal im Monat auf ORF III Kultur und Information zu sehen und anschließend eine Woche lang auf tvthek.orf.at abrufbar.

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