AK für Steuergerechtigkeit und weitere Entlastung für Pendler

AK-Präsident Goach will neue Arbeitnehmerförderung in Kärnten

Klagenfurt (OTS) - "Bei den Steuern läuft etwas schief! Vermögen und Einkommen sind in Österreich ungleich verteilt und ungerecht besteuert", betonte heute der Kärntner Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach im Rahmen des Pressegesprächs zur Steuersparaktion "Holen Sie Ihr Geld zurück!". Nur 2,3 Prozent des Steueraufkommens stammen aus vermögensbezogenen Steuern. In den EU-27 Ländern sind es im Schnitt 6,6 Prozent.

Und auch bei der Vermögensverteilung gebe es ein Ungleichgewicht, kritisiert die AK. Die reichsten fünf Prozent der österreichischen Bevölkerung besitzen 45 Prozent des Gesamtvermögens. "Wir brauchen weniger Steuern auf Arbeit, dafür mehr auf Vermögen, damit Arbeitnehmern endlich mehr Geld bleibt", unterstrich Goach und forderte eine Steuer auf Nettovermögen ab einer Million Euro.

Die hohen Steuereinnahmen des Staates sollten hingegen zur Finanzierung der Absenkung des viel zu hohen Mindeststeuersatzes bei der Lohnsteuer von derzeit 36,5 auf 20 Prozent verwendet werden, forderte der AK-Präsident. Denn allein von 2002 bis 2012 sind die Steuereinnahmen um insgesamt 32 Prozent gestiegen. Für jene, die weniger als 1.200 Euro verdienen und damit keine Lohnsteuer zahlen, müsse außerdem eine automatische Arbeitnehmerveranlagung durch das Finanzamt durchgeführt werden.

Begrüßenswert findet die AK Kärnten die auf Bundesebene beschlossene Steuerreform für Pendler. "Es war höchste Zeit für ein Entlastung!", sagte Goach. "Allein in Kärnten pendeln 100.000 Kärntner täglich zur Arbeit. 87 Prozent nutzen dafür den teuren privaten Pkw." Eine wichtige Forderung der AK sei aber noch unerfüllt. Die Pendlerpauschale müsse endlich als Absetzbetrag statt als Freibetrag ausbezahlt werden.

Auch auf Landesebene bestehe Handlungsbedarf. "Das Land Kärnten muss den Fahrkostenzuschuss im Rahmen der Arbeitnehmerförderung wieder auf den Stand von 2009 anheben und die Richtlinien so umgestalten, dass die budgetierten Beträge an Pendler ausbezahlt werden!", forderte Goach. Der AK-Präsident will außerdem Gespräche mit der Landesregierung über eine "Arbeitnehmerförderung Neu" führen. Diese soll der geänderten Situation für Pendler - beispielsweise durch das neue Jobticket - besser Rechnung tragen.

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