Wurm zum Internationalen Frauentag: "Ganze Männer machen Halbe-Halbe. Haushalt ist auch Männersache"

"Das Leben ist viel zu kurz um Hemden zu bügeln"

Wien (OTS/SK) - Frauen leisten zwei Drittel der unbezahlten Arbeit, sie arbeiten insgesamt mehr und sie übernehmen eher die weniger angesehenen Tätigkeiten. Männer arbeiten öfter bezahlt, sie haben aber auch mehr Freizeit. Aus diesem Grund wirbt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm rund um den heurigen Frauentag für Halbe-Halbe im Haushalt. Dazu werden unter anderem Klebezettel mit der Aufschrift "Das Leben ist viel zu kurz um Hemden zu bügeln. Haushalt ist auch Männersache" verteilt, um für das Thema zu sensibilisieren. ****

66 Arbeitsstunden der Frauen, von denen sie 41 Prozent unbezahlt leisten, stehen 64,3 Arbeitsstunden der Männer, davon 25 Prozent unbezahlt, gegenüber. "Die ungleiche Aufteilung von unbezahlter Arbeit, insbesondere im Haushalt, bei der Kindererziehung sowie der Pflege von Angehörigen, verursacht für Frauen im Beruf spürbare Nachteile. Die Karriere- und Aufstiegschancen sind geringer, die Teilzeitquote der Frauen ist viel höher als jene der Männer", führte Wurm aus. "Das zieht unter anderem höhere Armutsgefährdung sowie niedrigere Pensionen nach sich", erinnerte Wurm an die Konsequenzen.

Der Knick in der beruflichen Laufbahn von Frauen kommt oft mit den Kindern. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss wesentlich erleichtert werden, wie in anderen europäischen Ländern auch. Weg vom "Mutter-Mythos" und hin zu einem Eltern-Kinderbetreuungsmodell. Es braucht eine wesentlich stärkere Einbindung der Väter in die Betreuung und Erziehung der Kinder und einen Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuungsstätten.

Bei erwerbstätigen Männern und Frauen in Paarhaushalten mit Kind(ern) wenden Frauen im Schnitt täglich zwei Stunden mehr für Hausarbeit und eine Stunde mehr für die Betreuung der Kinder auf. Das Rollenbild ist also weiterhin klassisch und es zeigt sich im ländlichen Raum noch ausgeprägter. "Die Hälfte der Welt für die Frauen, die Hälfte der Familie für die Männer", fordert daher Wurm. (Schluss) sn/sl/mp

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