Köstinger: Frauen von Wirtschaftskrise doppelt betroffen

ÖVP-Frauensprecherin im EU-Parlament: Frauen arbeiten im Durchschnitt 59 Tage unbezahlt

Brüssel, 07. März 2013 "Arbeitslosigkeit, gefährdete Arbeitsplätze, Teilzeitarbeit sowie niedrige Einkommen haben Frauen bereits vor der Krise stärker getroffen als Männer. In der Krise steigen diese Gefahren immens und Frauen sind dadurch doppelte belastet. Wir müssen stereotype Rollenbilder aufbrechen und brachliegende Ressourcen nutzen", so die Frauensprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger, anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags.****

Köstinger fordert "mehr Frauen in die Politik, mehr Frauen in Führungspositionen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Im EU-Durchschnitt betrage der Unterschied von Frauen-Gehältern zu Männer-Gehältern bei gleicher Arbeit 16 Prozent. "Das bedeutet, dass Frauen im Durchschnitt 59 Tage im Jahr unbezahlt arbeiten. Das ist völlig unhaltbar", so die EU-Abgeordnete. Köstinger weist besonders auf die Rolle von Frauen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Frauen im ländlichen Raum hin: "Jeder, der die täglichen Realitäten kennt, weiß, dass in KMU und in landwirtschaftlichen Betrieben nichts ohne Frauen geht. Ihre Rolle muss besser gewürdigt werden." Auch gelte es, gegen das weitverbreitete Vorurteil zu kämpfen, dass Frauenarbeitslosigkeit weniger dramatisch sei als die von Männern, so Köstinger.

Köstinger fordert ein verpflichtendes "Reißverschlusssystem" für parteiliche Wahllisten. Es sollen abwechselnd männliche und weibliche Kandidaten aufgelistet sein, die für politische Ämter zur Wahl stehen. "Wenn freiwillige Maßnahmen nicht greifen, müssen andere Schritte gesetzt werden. Es ist an der Zeit, veraltete Strukturen aufzubrechen und umzudenken. Ein 'Reißverschlusssystem' kann die nötige Balance zwischen Frauen und Männern in politischen Entscheidungspositionen gewährleisten", so Köstinger abschließend.

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