FPÖ-Mölzer: Euro-Austritt Zyperns darf kein Tabu sein

Vor Hilfspaket muss klar sein, wie es um die Finanzen Zyperns tatsächlich bestellt ist - Im Gegensatz zu Behauptungen des EU-Establishments ist Zypern nicht systemrelevant

Wien (OTS) - Zypern müsse sich bei den Verhandlungen über Hilfsgelder aus dem Euro-Rettungsfonds kooperativ zeigen, forderte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, anlässlich des Beginns der Gespräche mit der aus EU, EZB und IWF bestehenden Troika. "Es muss klar sein, wie es um die Finanzen Zyperns tatsächlich bestellt ist, damit es in paar Monaten nicht zu bösen Überraschungen kommt. Diese Lehre ist aus dem Beispiel Griechenlands zu ziehen, wo ein Rettungspaket auf das andere folgte", betonte Mölzer.

Zudem wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass die Sanierung Zyperns nicht ausschließlich auf den Schultern der europäischen Steuerzahler lasten dürfe. "Auch russische Oligarchen, die in den Banken des Inselstaates Milliarden an Schwarzgeld gebunkert haben, werden einen angemessenen Anteil leisten müssen. Und der zypriotischen Regierung muss klar sein, dass sie ihre Hausaufgaben, etwa eine Verschlankung des aufgeblähten Staatsapparates, zu machen hat", hielt Mölzer fest.

Auch dürfe, so der freiheitliche Europaabgeordnete, ein Ausscheiden Zyperns aus der Währungsunion kein Tabu sein. "Einerseits ist fraglich, ob dieser kleine Euro-Mitgliedstaat tatsächlich systemrelevant ist, wie das EU-Establishment behauptet. Andererseits kann es nicht sein, dass Länder, die die Voraussetzungen zur Teilnahme am Euro nicht erfüllen können oder wollen, um jeden Preis von den wirtschaftlich gesunden Mitgliedstaaten durchgefüttert werden sollen", schloss Mölzer.

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