Haubner zum Frauentag: Ein Drittel der heimischen Betriebe in weiblichen Händen

Statt Quotendiskussion fordert Wirtschaftsbund flexible Arbeitszeitmodelle und Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz - Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern

Wien, 07. März 2013 (OTS/Text) - "Jedes dritte Unternehmen in Österreich wird von einer Frau geleitet. Mit über 130.000 Unternehmerinnen und Geschäftsführerinnen liegen wir europaweit auf dem dritten Platz - und es werden immer mehr, wenn wir uns den Frauenanteil von fast 41 Prozent bei den Neugründungen ansehen. Auch bei den Beschäftigungsquoten der Frauen liegen wir im europäischen Spitzenfeld. Aber damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben", betont der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner, anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März. Statt ständig über populistische, nicht zielführende und wirtschaftshemmende Quoten zu diskutieren, fordert der Wirtschaftsbund spürbare Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern. ****

"Damit Frauen die gleichen Karrierechancen haben wie Männer, sind wir gefordert, sie in unterschiedlichen Lebensphasen bestmöglich zu unterstützen", so Haubner, der den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen fordert und sich für flexible Arbeitszeitmodelle ausspricht, die auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen und ihrer Familien abgestimmt sind. "Ein wesentlicher Bestandteil für einen familienfreundlichen Wirtschaftsstandort ist die Verfügbarkeit von flächendeckender, qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten", verdeutlicht Haubner, der vor allem auf den akuten Handlungsbedarf bei der Betreuung von unter Dreijährigen aufmerksam macht. "Der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für Kinder ab drei Jahren gehört zu unseren Kernforderungen", so der Wirtschaftsbund-Generalsekretär.

Einen weiteren Handlungsbedarf sieht Haubner bei der Betreuung und Pflege von Familienmitgliedern, die zu über 80 Prozent von Frauen durchgeführt wird. Je höher der Pflegebedarf ist, desto weniger wird eine Erwerbstätigkeit für pflegende Angehörige realisierbar. "Wir fordern daher eine Entlastung durch die Bereitstellung von Angeboten zur Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung, etwa durch den Ausbau von Tageszentren oder der Öffnung bestehender Alten- und Pflegeheime für Tagesgäste", betont Haubner, und abschließend: "Österreichs Wirtschaftsstandort kann es sich nicht leisten, auf das enorme weibliche Potenzial zu verzichten. Daher gilt es, Barrieren aus dem Weg zu räumen und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich Frauen nicht mehr zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen."

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