CARE zum Frauentag: Aktuelle Frauenstatuskommission ist historische Chance im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Wien (OTS) - Die UN-Frauenstatuskommission (CSW), die von 4. - 15. März in New York tagt, könnte eine historische Wende im Kampf gegen Gewalt an Frauen weltweit darstellen. Mit über 6.000 teilnehmenden zivilgesellschaftlichen Gruppen ist sie die größte internationale Konferenz, die je zum Thema "Gewalt gegen Frauen" stattgefunden hat. Bei der letztjährigen CSW gelang es nicht, ein gemeinsames Abschlussdokument zu erzielen - strittig waren u.a. Textpassagen zu sexuellen und reproduktiven Rechten. Doch nachdem in den letzten Monaten mehrere Gewaltfälle international Empörung ausgelöst haben, darunter die Vergewaltigung und Ermordung einer indischen Studentin und der Mordanschlag auf ein 14-jähriges pakistanisches Mädchen, stehen die Verhandlungen heuer unter besonderem Erfolgsdruck.

Die Hilfsorganisation CARE ist mit einer Delegation vor Ort, der Teilnehmerinnen aus Ägypten, Indien, Nepal, Pakistan, Sambia und Uganda angehören. Sie fordern, dass endlich konkrete Maßnahmen in Gang gebracht werden, um geschlechtsspezifische Gewalt und ihre Ursachen zu bekämpfen. Das Nachfolgemodell der 2015 auslaufenden Millenniumentwicklungsziele, für das in den nächsten Monaten die Weichen gestellt werden, sollte die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu einem wichtigen Ziel erklären und auch das Problem der sexuellen Gewalt verstärkt in den Fokus rücken.

CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager freut sich, dass Österreich bzw. die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit hohen Stellenwert beimisst:
"Bundesminister Dr. Spindelegger hat uns vor Kurzem in einem Schreiben versichert, dass Österreich sich im Rahmen der Diskussion um die Post-2015 Entwicklungsagenda für die Stärkung der Rolle von Frauen einsetzen wird", so Wagner-Hager. "Wir hoffen, dass es der österreichischen Delegation in New York gelingt, die insgesamt sehr fortschrittliche Position Österreichs in Bezug auf Frauenrechte durchzusetzen und ein neuerliches Scheitern der Frauenstatuskommission verhindern zu helfen."

Im Jahr 2012 setzte sich CARE in 50 Ländern und über 260 Projekten gegen sexuelle Gewalt ein. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ermöglichte u.a. Projekte in den ehemaligen Konfliktgebieten Burundi, Nepal und Uganda, wo Frauen dabei unterstützt wurden, ihre Rechte auszuüben und politische sowie kulturelle Hürden zu überwinden. Gewalt gegen Frauen war dabei ein großes Thema: So wurden z.B. in Burundi Frauennetzwerke gegründet, die Frauen nach sexuellen Übergriffen psychologisch betreuen. Männer wurden über die Rechte von Frauen aufgeklärt und traditionelle Geschlechterrollen mit Hilfe von Theateraufführungen hinterfragt. Andrea Wagner-Hager: "Sieben von zehn Frauen erleben mindestens einmal im Leben körperliche bzw. sexuelle Gewalt. Damit sich daran etwas ändert, müssen viele traditionelle Konzepte von Männlichkeit hinterfragt und Männer in den Kampf gegen Gewalt an Frauen aktiv eingebunden werden - ob es nun Politiker, Väter, Ehemänner oder Jungen sind."

Tipp: Werde aktiv! Gewalt gegen Frauen beenden - www.care.at

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