FSG-Wien: WAFF ist Schrittmacher am Arbeitsmarkt

Einkommensberichte der Unternehmen müssen besser werden

Wien (OTS/FSG) - "Der WAFF ist der Schrittmacher am Wiener Arbeitsmarkt." Darüber waren sich die Mitglieder des FSG-Wien-Präsidiums bei ihrer Sitzung am Mittwochnachmittag einig. Zu Gast war Fritz Meißl, Geschäftsführer des Wiener ArbeitnehmerInnenfonds (WAFF). "Wir unterstützen auch die Forderung der ÖGB-Frauen nach einer wesentlichen Verbesserung der Einkommensberichte der Betriebe", erklärte FSG-Wien-Vorsitzender Christian Meidlinger nach der Sitzung.++++
Mit dem von den Sozialpartnern unterstützten Qualifikationsplan Wien 2020 liegt jetzt erstmals eine Gesamtstrategie auf dem Tisch, um den Anteil von Personen mit maximal Pflichtschulabschluss in Wien bis zum Jahr 2020 messbar zu reduzieren. Im Kampf gegen die nach wie vor steigende Arbeitslosigkeit setzt Wien auch heuer wieder auf die bereits erprobte Formel Ausbildung inklusive Jobgarantie. Im laufenden Jahr werden in Kooperation mit dem WAFF und dem Arbeitsmarktservice mehr als 1.000 Plätze vergeben, der Großteil davon im Sozial- und Pflegebereich.
Konkret werden für das Jahr 2013 insgesamt 849 Menschen für den Pflege- und Sozialbereich gesucht, wobei rund 300 Ausbildungsplätze bereits vergeben sind. Abhängig vom Aufgabenspektrum dauert die Ausbildung unterschiedlich lang - beispielsweise dreieinhalb Monate zur Heimhilfe oder drei Jahre zum diplomierten Krankenpfleger. Das Einstiegsbruttogehalt liegt bei ersteren bei 1.630 Euro, bei letzteren bei 1.900 Euro monatlich.

Die ÖGB-Frauen wollen Verbesserungen bei den verpflichtenden Einkommensberichten der Unternehmen. In einer Befragung von über 500 BetriebsrätInnen habe sich gezeigt, dass die
Berichte nur bedingt Aussagekraft haben. Wichtig wären vor allem detaillierte Aufgliederung von Zulagen, Überstundenpauschalen oder Jubiläumsgeld. Auch Geldstrafen
für Unternehmen, die ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, sollten eingeführt werden.
Das FSG-Wien-Präsidium ruft dazu auf sich an der derzeit laufenden Wiener Volksbefragung zu beteiligen. Dabei geht es u.a. vor allem auch darum, dass die kommunalen Betriebe, insbesondere das Wien Wasser, Müllabfuhr und Wiener Rettung, vor einer Privatisierung geschützt werden.
Das FSG-Wien-Präsidium gratulierte auch AK-Präsident Herbert Tumpel zu seinem 65. Geburtstag, den er am kommenden Samstag begeht.

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