Neues Volksblatt: "Wahlkampf" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 7. März 2013

Linz (OTS) - Was so ein Jobwechsel aus einem Menschen machen kann. Wer Norbert Darabos als Verteidigungsminister beobachtet hat, wurde den Eindruck des unglücklichen Zauderers nicht los. Kaum ist er neuer alter Wahlkampfleiter der SPÖ, zeigt der Burgenländer einen Zug zum Tor, der ihm selbst als Sportminister nicht nachgesagt werden konnte.

Kaum zurückgetreten, ließ Darabos keinen Zweifel aufkommen, dass er schon mitten im Wahlkampf steht. "Wenn die ÖVP meint, dass man gewinnt, wenn man verliert..." meinte er mit Blickwinkel Landtagswahlen, und dass er mehrmals Wahlen gewonnen hat (samt Ablöse von Blau-Schwarz, wie er betonte), konstatierte Darabos auch sehr selbstbewusst. Selbst die Wahlkampf-Stoßrichtung der SPÖ ist - wenn auch wenig überraschend - eindeutig: Soziale Politik sei das Alleinstellungsmerkmal der SPÖ, so Darabos.
"Pflöcke einschlagen" in Richtung Nationalratswahl, wie er sich ausdrückte, heißt aber auch, die Zeiten in der Koalition werden rauer. Als gescheiterter Minister hat Darabos mit der ÖVP Rechnungen offen; dass er darauf brennt, sie zu begleichen, darf man annehmen. Prophylaktisch hat ÖVP-General Hannes Rauch schon mit dem Fehdehandschuh zurückgewachelt: "Jeder, der seinen Weg als Verteidigungsminister miterlebt hat, kann sich zusammenreimen, welch klare Linien, fundierte Konzepte und Kampagnenkraft jetzt in der SPÖ-Zentrale einziehen".

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