Internationaler Frauentag - Heinisch-Hosek: Wir stehen auf den Schultern unserer Pionierinnen

Gedenken an Jochmann, Firnberg und Dohnal anlässlich des Internationalen Frauentages

Wien (OTS/SK) - Heute, Mittwoch, gedachte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zusammen mit der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz drei Pionierinnen der österreichischen Frauenbewegung. "Wir stehen auf ihren Schultern und bauen auf ihrer Arbeit auf. Ohne sie wären wir nicht, wo wir sind", sagte die Frauenministerin bei der Gedenkveranstaltung am Wiener Zentralfriedhof. ****

Rosa Jochmann wurde 1959 Frauenvorsitzende der SPÖ. Als Überlebende des Konzentrationslagers Ravensbrück war sie zeit ihres Lebens eine beständige Mahnerin gegen Faschismus, Nationalsozialismus und Rassismus. "Sie war bis zuletzt eine Friedenserzieherin. Wir können uns heute kaum vorstellen, was es bedeutet, jeden Tag für Frieden kämpfen zu müssen. Sie hat es getan und ist auch im Alltag gegen jede Form der Ausgrenzung eingetreten", erinnert Heinisch-Hosek an die große Sozialistin.

Hertha Firnberg folgte Rosa Jochmann 1967 als Frauenvorsitzende der SPÖ. Als Ministerin für Wissenschaft und Forschung setzte sie sich für den freien und offenen Hochschulzugang ein, den sie mit der Universitätsreform 1975 auch gesetzlich festhielt. Mehr ArbeiterInnenkinder an die Universitäten war zeitlebens ihr Credo. "Freie Berufswahl und freier Hochschulzugang unabhängig des Geschlechts waren ihr wichtige Anliegen. Sie sah Bildung als Gesamtes und rief z.B. auch die Schulbuchaktion ins Leben", gedachte die Frauenministerin der ersten sozialdemokratischen Ministerin in Österreich.

Johanna Dohnal wurde 1987 Frauenvorsitzende der SPÖ. Sie war erst Staatssekretärin für Frauenfragen und wurde 1995 schließlich die erste Frauenministerin Österreichs. Unermüdlich setzte sie sich zeit ihres Lebens für die Anliegen der Frauen ein. In ihren Funktionen als Staatssekretärin und Ministerin setzte sie zahlreiche Verbesserungen und Reformen durch, wie etwa das Gleichbehandlungsgesetz. "Johanna Dohnal prägt die Politik und wie Männer und Frauen in Österreich miteinander leben, bis heute. Denn sie war nicht leise, sondern immer laut für die Frauen. Sie war fordernd, mutig, hartnäckig und oft unbequem. Sie hat sich immer mit ihrer Stimme und ganzen Kraft, unvergleichlich, unmissverständlich, eindeutig gegen Vorurteile, für Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt", sagte Heinisch-Hosek.

Abschließend erinnerte Heinisch-Hosek an den Internationalen Frauentag, der am 8. März stattfindet. (Schluss) sn/bj

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