Köstinger: Klare Absage an zusätzliche Auflagen für bäuerliche Betriebe

Neue Änderungsanträge: Sozialdemokraten gefährden bestehende Agrarumweltprogramme und Biobetriebe

Brüssel, 06. März 2013 (OTS) Die Landwirtschaftssprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger, wendet sich gegen die heute von den Sozialdemokraten eingebrachten Änderungsanträge zur Reform der EU-Agrarpolitik. "Wenn die Sozialdemokraten die bisherigen Kompromisse aufkündigen, geht dies zu Lasten der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe, Biobetriebe und Betriebe in "Natura-2000" Gebieten in Österreich. Betriebe, die in den vergangenen Jahren bereits Mehrleistungen im Umweltbereich umgesetzt haben, dürfen dafür nicht bestraft werden. Wir erteilen eine klare Absage an zusätzliche Auflagen für bäuerliche Betriebe", betont Köstinger. ****

"Die heutigen Änderungsanträge der Sozialdemokraten zeugen von wenig Handschlagqualität und mangelndem Problembewusstsein", so die EU-Abgeordnete. Heute endete die letzte Frist für Änderungsvorschläge zur Reform der EU-Agrarpolitik im EU-Parlament. Bereits im Jänner hatte der Agrarausschuss aber fraktionsübergreifende Kompromisse ausgearbeitet und die ursprüngliche Gesetzesvorlage der EU-Kommission wesentlich abgeändert. "Wir bekennen uns klar zur weiteren Ökologisierung und mehr Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft. Gerade für die bäuerliche Struktur in Österreich haben zusätzliche Auflagen schwerwiegende Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit. Wir wollen, dass jene, die bereits in der Vergangenheit ökologisch und nachhaltig gewirtschaftet haben, nicht benachteiligt werden",
betont Köstinger.

Die Biolandwirtschaft und die bisherigen Maßnahmen der Agrar-Umweltprogramme in Österreich seien bereits viel umfangreicher und grundsätzlicher als die neuen, geplanten Ökologisierungsmaßnahmen, erklärt die EU-Abgeordnete. "Schon jetzt werden mit den Agrar-Umweltprogrammen richtige Fruchtfolgen, der Aufbau von Humus und Vegetationsstreifen mit reduzierter Nutzung gefördert, der Gewässerschutz verschärft und der Schutz vor Erosion ermöglicht. Wenn die Sozialdemokraten dies nicht als Ökologisierungsmaßnahme anerkennen wollen, ist dies eine direkte Attacke auf die österreichische Landwirtschaft und die österreichischen Agrarumweltprogramme", so Köstinger. 90 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich werden im Rahmen der Agrar-Umweltprogramme bewirtschaftet. 30.000 Betriebe bauen biologisch an.

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