BSA zum Internationalen Frauentag: Frauenquoten auf EU-Ebene durchsetzen!

Breites Maßnahmenpaket für die berufliche Gleichstellung von Frauen notwendig

Wien (OTS) - BSA-Frauenvorsitzende Beate Wimmer-Puchinger zeigt sich empört über den von der Süddeutschen Zeitung berichteten Vorstoß Deutschlands, die Einführung von Frauenquoten in Aufsichtsräten auf EU-Ebene verhindern zu wollen: "Dieses Vorgehen ist einerseits allgemein ein bedenkliches Signal, andererseits konkret kontraproduktiv für die Gleichstellung von Frauen in der Berufswelt. Quoten sind ein wichtiger Schritt hin zur Chancengleichheit von Männern und Frauen."

BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny ergänzt: "Darüber hinaus sind nicht einzelne Schritte, sondern ein Bündel an Maßnahmen notwendig, um letztendlich zu erreichen, dass Frauen wie Männer nach ihrer beruflichen Kompetenz beurteilt werden und nicht nach Faktoren wie Aussehen oder Herkunft." Als möglichen Schritt nennt Mailath etwa die Einführung anonymisierter Bewerbungsverfahren:
"Nachgewiesenermaßen schneiden Frauen bei Verfahren, bei denen Geschlecht, Aussehen und Herkunft anonymisiert werden, besser ab. Das ist ein Hinweis auf strukturelle Benachteiligung, aber gleichzeitig eine Chance: Würden solche Verfahren flächendeckend eingesetzt, würde das die Chancengleichheit massiv fördern."

Beate Wimmer-Puchinger erläutert weiter, dass es zur beruflichen Gleichstellung auch gesellschaftliches Umdenken braucht: "Das Verbot von Schönheitsoperationen für unter 16-jährige, das von Frauenministerin Heinisch-Hosek gemeinsam mit Gesundheitsminister Stöger umgesetzt wurde, ist ein deutliches gesellschaftliches Signal gegen Schönheitswahn und Druck auf junge Frauen, den Idealen der Werbe- und Schönheitsindustrie genügen zu müssen." Dadurch werde klargemacht, dass es wichtiger sei, gesellschaftspolitisch Verantwortung zu übernehmen, als mit kosmetischen Operationen Profit um jeden Preis zu machen.

"Gleichberechtigung kommt nicht von selbst - man muss sich permanent aktiv dafür einsetzen, und der BSA wird das solange tun, bis Männer und Frauen gleiche Chancen im Berufsleben und in der Gesellschaft haben", betonen Mailath und Wimmer-Puchinger. "Die Einführung von verpflichtenden Frauenquoten in Aufsichtsräten ist eine langjährige BSA-Forderung, die daher endlich umgesetzt gehört", so der Präsident und die Frauenvorsitzende abschließend.

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