Kommunalwirtschaftsforum 2013

"Lebensqualität trotz Sparpaket - Gemeinsam, regional und nachhaltig für die Zukunft investieren" - 20.-21. März 2013, Congress Innsbruck

Innsbruck (OTS) -

Lebensqualität trotz Sparpaket

Das Kommunalwirtschaftsforum 2013 steht heuer unter dem Motto "Lebensqualität trotz Sparpaket. Gemeinsam, regional und nachhaltig für die Zukunft investieren". Die Initiatorengruppe PORR, Raiffeisen-Leasing, Siemens Österreich und VASKO+PARTNER, sind wieder die Veranstalter des dritten Kommunalwirtschaftsforums, KWF, das vom 20. bis 21. März in Innsbruck stattfindet. "Lebensqualität ist der zukünftige Erfolgsfaktor für Gemeinden und auf Langfrist gesehen die einzige Chance wie Gemeinden ihre Bewohner behalten können. Dabei dürfen Gemeinden nicht müde werden, innovativ und über Generationen hinaus zu planen und denken", ist Edgar Hauer, Raiffeisen Leasing und Sprecher der Initiatorengruppe des KWF, überzeugt. Das ungebremste Interesse am KWF beweist auch die Brisanz des Themas Lebensqualität -wie auch Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, bestätigt. Mödlhammer betont den Stellenwert von Lebensqualität als Wettbewerbsvorteil für Kommunen: "Die Gemeinde ist in Österreich nicht nur die kleinste organisatorische Einheit, sie ist in der Regel auch 'Lebenswelt' für die Menschen. Dort entscheidet sich, ob sich jemand wohlfühlt, ob er mit seinem Leben zufrieden ist, ob er die Rahmenbedingungen vorfindet, die ihn als Person glücklich machen. Um diese Lebensqualität sicherzustellen bedarf es einer gewissen Infrastruktur. Für junge Menschen ist relevant, ob es Wohnungen, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gibt. Für die ältere Generation sind vielleicht andere Dinge von Bedeutung. Betreuung, Pflege, Freizeitangebote, u.v.m. Für die verantwortlichen Kommunalpolitiker ist die Vielfalt an Bedürfnissen oft eine Gratwanderung, fast immer aber eine gewaltige Herausforderung. Die Menschen erwarten viel von den Gemeinden. Von der Wiege bis zu Bahre sind wir praktisch für alles zuständig. Und wir sind jene Einheit, die für die Bevölkerung am greifbarsten ist. Wenn etwas nicht passt, bekommt es der Bürgermeister sofort zu spüren. Mehr Bürgernähe geht gar nicht. Daher genießen wir Kommunalpolitiker auch das mit Abstand höchste Vertrauen aller politischen Ebenen. Weil unser Handeln sehr unmittelbar und wahrnehmbar ist. Und weil es einen großen Anteil an der Lebensqualität von Menschen hat."

Transparenz und Kostenwahrheit

Der aktuelle Transferbericht, erstellt vom Zentrum für Verwaltungsforschung, KDZ, kommt zu einem klaren Fazit: Es ist mehr Übersicht und Klarheit über die Finanzflüsse zwischen Länder und Kommunen notwendig, da gibt es einiges an Einsparungspotential, das den Gemeinden zu Gute kommen könnte. Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, betont, dass Gemeinden immer stärker finanziell ausgeblutet werden, gleichzeitig werden ihnen aber immer mehr Aufgaben zugeschoben. Gerade in puncto Finanzierungsfragen sind Kommunen auf innovative Konzepte angewiesen. Weninger spricht sich für mehr Steuerautonomie für Gemeinden aus.

Neben politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologische Faktoren zählen die persönliche Sicherheit, die Gesundheitsversorgung, das Bildungswesen und Verkehrsangebote zur Lebensqualität einer Stadt. "Österreichs Städte bieten ihre Leistungen auf einem international hohen Niveau an und sorgen für eine vorbildliche kommunale Infrastruktur", so Weninger. Dies zeigen auch die Ergebnisse des jährlich erhobenen "Städtebarometer" von Sora, Institute for Social Research, die belegen, dass österreichische Stadtbewohner mit der Lebensqualität an ihrem Wohnort sehr zufrieden sind. Die überwiegende Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass kommunale Dienstleistungen nicht privatisiert werden sollen. Öffentliche Aufgaben sollen in öffentlicher Hand bleiben, da kommunale Leistungen Arbeitsplätze sichern und die lokale Wirtschaft stärken.

"Da der Prozess der Verstädterung anhält und Städte ungebrochen wachsen, ist eine nachhaltige Planung gefragt: Intelligente Städte von morgen müssen auf ihre Energieeffizienz achten und gemeinsam mit ihrem Umland Mobilitäts-Konzepte planen um dem erhöhten Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken. Dazu ist unter anderem nötig, dass Wohn- und Arbeitsorte möglichst nah beieinander und, dass Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen gut erreichbar sind. Nur so werden wir es schaffen, die Umwelt- und Klimabelastung zu reduzieren und die hohe Lebensqualität in Städten beizubehalten", erklärt Weninger.

Eine spannende Zukunft

Das Kommunalwirtschaftsforum ist Treffpunkt der Entscheidungsträger auf Gemeindeebene wie auch aller wirtschaftlichen Partner. Neben ausreichenden Möglichkeiten zum Netzwerken bietet das KWF mit seinen hochkarätigen Vortragenden ein breites Spektrum an Themen wie auch spannenden Einblicken in mögliche Zukunftsszenarien. Neben Keynotespeakern wie u. a. Gert G. Wagner, Mitglied des Vorstandes des Institutes für Wirtschaftsforschung, Berlin, verspricht der Schweizer Universitätsprofessor Stephan Sigrist einen Blick in die Zukunft und verrät seine Thesen zu den Rahmenbedingungen von morgen.

Drei Themenkreise prägen den Nachmittag - die als Workshops aufgebauten Module können einzeln besucht werden: gemeinsam investieren, regionale Wertschöpfung als auch nachhaltige Energienutzung sind die Stichworte der Module. Neben Präsentationen von herausragenden, bereits realisierten Projekten, stehen die jeweils Projektverantwortlichen dem Publikum für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.

Der zweite Kongresstag beschäftigt sich mit den Trends der Kommunalwissenschaft - als Highlight des Tages präsentiert Harald Pitters den Gemeindeinvestitionsbericht. Damit erhalten die KWF-Teilnehmer einen exklusiven Überblick über die Potentiale wie auch die brachliegenden Bereiche in Kommunen. Bürgermeister wie auch mit Gemeinden kooperierende Unternehmen profitieren von den Informationen durch die erhobenen Daten des Gemeindeinvestitionsberichtes, welche Investitionen geplant sind bzw. welche erwünscht - aber noch ohne Umsetzungslösung in der Luft schweben.

www.kommunalwirtschaftsforum.at

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