"Am Schauplatz Gericht"-Reportage "Reingefallen" am 7. März im ORF

Wien (OTS) - Auf das Gute im Menschen zu vertrauen ist grundsätzlich nicht falsch. Vorsicht ist aber immer dann geboten, wenn es um wertvolle Immobilien geht, wenn Geld oder die Liebe im Spiel sind. Nora Zoglauer und Nina Horowitz haben für die "Am Schauplatz Gericht"-Reportage "Reingefallen" - zu sehen am Donnerstag, dem 7. März 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 - drei Fälle mit der Kamera begleitet, die zeigen, wie man aus Gutgläubigkeit sein Haus verlieren kann, auf einem gefälschten Bild sitzen bleibt oder für angebliche Liebesdienste 18 Monate ins Gefängnis muss.

Dem Unternehmer Bernd A. wurde 2004 ein Bild des bekannten Kitzbüheler Malers Alfons Walde angeboten. Walde-Bilder stehen hoch im Kurs und Herr A. glaubte an ein gutes Geschäft. Doch bevor er dem Verkäufer 28.000 Euro bezahlte, wollte er sich versichern, dass das Bild auch tatsächlich ein Original ist. Er fuhr nach Kitzbühel, zur Tochter des Malers, die den Nachlass verwaltet. Sie bestätigte Herrn A., dass das Bild ein echter Walde sei. Bei einer Auktion im Kinsky wurde das Bild versteigert. Doch drei Jahre später wurde Herr A. informiert, dass es sich um eine Fälschung handelt und er das Geld dem Käufer zurückbezahlen soll. Herr A. hat die Tochter von Alfons Walde auf Schadenersatz verklagt: sie soll die Haftung für ihre Expertise übernehmen. Nora Zoglauer hat sich in der Kunstbranche umgesehen und erfahren, dass Alfons Walde bei Fälschern angeblich besonders beliebt ist.

Sylvia S. aus der Steiermark hat ihrem einzigen Sohn Armin vor ein paar Jahren ihr Haus geschenkt und sich ein Wohnrecht einräumen lassen. Der Sohn ließ das Haus großzügig umbauen und verschuldete sich. Um dem Enkel aus der Geldnot zu helfen, verkaufte daraufhin die Großmutter ihr geliebtes Haus und zog zu Tochter und Enkel. Einige Jahre wohnten die drei in bestem Einvernehmen unter einem Dach. Bis Armins neue Internetbekanntschaft mit ihren beiden Töchtern einzog. Jetzt werden Mutter und Großmutter von Armin und Freundin schikaniert.

Ernst Stummer nennt sich selbst schlicht und einfach "Einbrecherkönig". Auch wenn der Ganove immer wieder erwischt wurde und sein halbes Leben hinter Gittern verbrachte, hielt der 74-Jährige jahrzehntelang an seiner verbrecherischen Karriere fest. 2009 versprach der Stammgast im Knast hoch und heilig: "Mit dem Einbrechen ist jetzt Schluss. Obwohl ich in die meisten Häuser in null Komma nichts reinkommen würde." Wiedergetroffen hat Nina Horowitz das Wiener Original vor ein paar Wochen: in der Justizanstalt Josefstadt. Ernst Stummer wurde soeben zu 18 Monaten verurteilt, weil er einen Laptop in einem Montessori-Kindergarten gestohlen haben soll. Schuld an seiner Tat ist, so Stummer, aber sicher nicht er, sondern eine Dame, die ihm ein amouröses Abenteuer versprochen haben soll, wenn er für sie einbricht: "Vom Tathergang selbst weiß ich auch nichts. Ich war leider völlig betrunken."

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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