Jungbauern reagieren mit Kampagne auf Lebensmittelskandale

Hochwertige Lebensmittel zu Schleuderpreisen kommt dem Glauben ans Christkind gleich

Wien (OTS) - Schon seit Jahren versorgen unsere Bäuerinnen und Bauern die Bevölkerung mit heimischen, gesunden, qualitativ hochwertigen und naturnah produzierten Lebensmitteln. In den letzten Tagen und Wochen überschlugen sich aber die Tageszeitungen mit Schlagzeilen und Berichten über die nach und nach aufgedeckten Lebensmittelskandale. Die Jungbauernschaft will dabei aber nicht nur zusehen, sondern mit einer gezielten Kampagne die Konsumenten verstärkt zum Kauf heimischer Lebensmittel aus regionaler Produktion bewegen. "Wir haben auf die nun aufkommenden Skandale bereits reagiert und Einkaufswagenchips produziert, die mit dem Slogan 'In mein Wagerl kommt nur heimische Qualität' die Konsumenten aufklären und sensibilisieren sollen", so Stefan Kast, Bundesobmann der Österreichischen Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend.

Bereits im vergangenen Jahr setzte die Jungbauernschaft einige Aktionen und Projekte zum Thema "Heimische Lebensmittel" um. So sind etwa über 200 Jungbauern beim Vienna City Marathon unter dem Motto "Genial regional - mit heimischen Lebensmitteln geht's schneller" mitgelaufen. Jetzt will die Jugendorganisation des Bauernbundes die Konsumenten auf die Wertigkeit österreichischer Produkte aufmerksam machen. Die Jungbauernschaft fordert daher Gesundheitsminister Stöger auf, "endlich Nägel mit Köpfen" zu machen und neue, schärfere Kennzeichnungsregeln rasch umzusetzen. Denn eine klare Herkunftsangabe, die jegliche Verwechslungsmöglichkeiten ausschließt, sei unabdingbar. Es müsse eindeutig und problemlos erkennbar sein, wo der Ursprung der Rohstoffe liege. Das AMA-Gütesiegel solle dabei aber nicht untergraben werden.

"Von großer Bedeutung ist aber auch, dass die Konsumenten nicht aus der Pflicht genommen werden, denn auch diese müssen hinterfragen, woher etwa die Erdbeeren in ihrem Joghurt kommen. Erst dann können sie entscheiden, ob sie sich Marmelade aus einem anderen Kontinent oder doch lieber aus der Region auf ihr Brot schmieren wollen", so Kast weiter.

Bedenklich stimmen Kast auch die neuesten Umfragen und Statistiken im Bereich der Haushaltsbudgets. "Die Bevölkerung gibt immer weniger Geld für Lebensmittel aus, will gleichzeitig aber die besten Produkte haben. Hochwertige und qualitative Lebensmittel zu Schleuderpreisen kaufen zu können, kommt dem Glauben ans Christkind gleich", zeigt der Bundesobmann die Realität auf.

Ein noch größeres Problem sieht der 29-jährige Winzer in der aktuellen Lebensmittelwerbung: "Der Konsument wird durch die Werbung hinters Licht geführt. Oft werden hierbei Waren als 'aus bäuerlicher Produktion' deklariert, die jedoch industriell hergestellt werden. Viele Menschen wissen ja heute nicht mehr, wie die Lebensmittelproduktion tatsächlich läuft. Hier muss den Konsumenten schlicht und einfach die Realität aufgezeigt werden. Das 'Ja! Natürlich'- Ferkel darf nämlich nicht sterben, aber jede Woche wird das sonntägliche Schnitzel verdrückt."
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