"matinee" am 10. März: Turrini-Uraufführung der I Dance Company, Christa-Ludwig-Porträt, Albertina hinter den Kulissen

Kritikerlegende Karl Löbl zu Gast im Studio, außerdem "Kulturtipps"

Wien (OTS) - Zu einer reichhaltigen "matinee" bittet Peter Schneeberger am Sonntag, dem 10. März 2013, ab 9.05 Uhr in ORF 2:
Anlässlich der bevorstehenden Uraufführung von Peter Turrinis Tanzspiel "Schritte", das dieser für die I Dance Company - eine Formation aus Tänzerinnen und Tänzern mit Down Syndrom - geschrieben hat, steht die Dokumentation "Schritte zum Ich - I Dance Company und Peter Turrini" von Thomas Bogensberger auf dem Programm. Der Film begleitet das Ensemble auf dem schwierigen, berührenden und spannenden Weg zur Premiere.
Auf zahlreiche erfolgreiche Premieren zurückblicken kann Kammersängerin Christa Ludwig: Anlässlich ihres bevorstehenden 85. Geburtstags erzählt die einst in der Öffentlichkeit eher zurückhaltende Diva mit Witz und Charme aus ihrem langen Berufsleben. Das Filmporträt "Die schweigsame Frau - Christa Ludwig" von Franz Wagner ist um 9.40 Uhr zu sehen.
Anschließend, um 10.10 Uhr, berichtet eine Dokumentation von Onka Takats über die Albertina als Publikumsmagnet.
Zu Gast im Studio ist diesmal der langjährige ORF-Kulturchef und Kritikerlegende Karl Löbl.
Die "Kulturtipps" um 10.35 Uhr, die die wichtigsten Ereignisse der Kulturwoche präsentieren, beschließen die "matinee" am Sonntag.

"Schritte zum Ich - I Dance Company und Peter Turrini" (9.05 Uhr)

"Wenn man auf die Welt kommt, weiß man nicht, ob man im Leben glücklich oder unglücklich wird", mit diesem Satz beginnt das Bühnenstück "Schritte", das Peter Turrini für die I Dance Company geschrieben hat. Die Bühnenmusik und Lieder stammen von Kyrre Kvam. Wenn man die I Dance Company beim intensiven Proben mit ihrer künstlerischen Leiterin Beata Vavken beobachtet, kann man schon den Eindruck gewinnen, dass die Chance, glückliche Momente im Leben zu erfahren, ziemlich groß ist - das gilt für die Mitglieder der Tanzgruppe genauso wie für das Publikum. "Die I Dance Company", so beschreibt Beata Vavken ihre Truppe "ist kein Ort, kein Verein, kein Club, sie ist der Moment, an dem unsere Fantasien wahr werden, weil wir sie gemeinsam erleben können."
Thomas Bogenbergers Dokumentation "Schritte zum Ich" begleitet die I Dance Company vom ersten gemeinsamen Erarbeiten der Choreografie, den ausdauernden Text- und Musikproben mit dem Musiker Kyrre Kvam bis zur Generalprobe im Theater in der Josefstadt - denn Direktor Herbert Föttinger hat der mittlerweile international erfolgreichen Truppe sein Haus geöffnet.

"Die schweigsame Frau - Christa Ludwig" (9.30 Uhr)

In ihrer aktiven Zeit pflegte Christa Ludwig wenig zu sprechen, nicht zuletzt, um ihre Stimme zu schonen. Mit dieser selbst auferlegten Enthaltsamkeit ist es vorbei, seitdem sich die Kammersängerin 1994 nach fast einem halben Jahrhundert von der Bühne zurückzogen hat. "Jetzt fühle ich mich unglaublich frei, zu essen und zu reden, so viel ich möchte", schrieb sie in ihrer Autobiografie. Mit ihren Rollen in den Opern vor allem von Mozart, Wagner und Strauss glänzte sie an der Wiener Staatsoper, an der New Yorker Met, in Salzburg und in Bayreuth. Auch als meisterhafte Liedinterpretin, vor allem von Schubert, Brahms und Wolf, machte sie immer wieder Schlagzeilen. Zum 85. Geburtstag am 16.März widmet der ORF der Mezzosopranistin ein Porträt, in dem die immer noch umtriebige Künstlerin vor Erinnerungen nur so sprudelt.

Zu Gast im Studio: Karl Löbl (ca. 9. 55 Uhr)
Aus Anlass der Neuerscheinung seiner Erinnerungen mit dem Titel "Der Balkonlöwe" ist Karl Löbl zu Gast in seiner langjährigen Wirkungsstätte: dem Kultur-Studio. Vor der Kamera oder mit Mikrofon war Karl Löbl in Oper, Theater und Konzertsaal eine Instanz. Seine Fernsehkommentare in der Sendung "Nach der Premiere" erzielten Top-Quoten, ebenso seine Radioserie "Lieben Sie Klassik?". Als Kritiker war er gefürchtet, seine Meinung hatte Gewicht. Nach 60 Berufsjahren ließ sich Karl Löbl jetzt dazu überreden, nicht über andere zu berichten, sondern über sich selbst.

"Ein Publikumsmagnet - Ein Tag in der Albertina" (10.10 Uhr)

Hundertausende Menschen besuchen jährlich die Albertina in Wien, die eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt zu bieten hat. Das Museum blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück und hat in den vergangenen zehn Jahren einen unglaublichen Aufschwung genommen. Durch Generalsanierung und unterirdische Erweiterungen gibt es nun Platz für über eine Million Kunstwerke. Dürers Hase ist hier zu Hause, genauso wie Klimts Frauenstudien und die weltweit größte Sammlung an Graphiken.
Wo verstecken sich all diese Schätze, wer pflegt sie und wer werkt alles hinter den Kulissen dieser weltberühmten Sehenswürdigkeit Wiens? Der Film von Onka Takats bietet Einblicke, die Besucher/innen sonst nicht zu sehen bekommen.

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