Bürgermeistertag Wieselburg: Die Gemeinden sind der Zukunft auf der Spur

Leistbarer Wohnraum und funktionierende Infrastruktur ist für Gemeinden lebenswichtig

Wieselburg (OTS) - Bereits zum 25. Mal luden die "Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum" und "Regionen.Österreich" zum "Österreichischen Bürgermeistertag" (04.03.2013) in das Francisco Josephinum im Schloss Weinzierl in Wieselburg. Heuer machten sich die Initiatoren auf die Suche nach Perspektiven für den ländlichen Raum: Nicht von ungefähr stand die Tagung unter dem Titelthema "Der Zukunft auf der Spur". Mit Bürgermeisterin Brigitte Lackner (St. Ulrich am Pillersee) und Prof. Markus Hengstschläger konnten die Veranstalter Sixtus Lanner von der ARGE Ländlicher Raum, der Präsident des Gemeindebundes Helmut Mödlhammer und Regionen.Österreich-Obmann Jakob Auer eine tiefgründige Diskussionsgrundlage für die zahlreichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Österreich legen.

Leistbare Baugründe für Einheimische

Für Brigitte Lackner, Bürgermeisterin von St. Ulrich am Pillersee, ist für die kleine Tiroler Landgemeinde im Dreiländereck zwischen Tirol, Salzburg und Bayern die Abwanderung "kein Thema, weil die Lebensqualität hoch und die Infrastruktur ausgezeichnet sind". Für Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer ein Beispiel, dass gerade kleine Gemeinden den heutigen Anforderungen besser gerecht würden:
"Die Kleinheit der Kommunen ist ein Schatz der verteidigt und abgesichert gehört." So werde in St. Ulrich bereits ab dem Kindesalter darauf geachtet, ein umfangreiches Angebot zur Verfügung zu stellen. Von ausreichender Kinderbetreuung über Arbeitsplätze im Ort bis hin zu Grundstücken auf leistbaren Niveau. Für Bürgermeisterin Lackner die Basis, dass junge Familien zum Bleiben statt zum Gehen animiert werden.

Auch für Bauernbund-Präsident Jakob Auer sind eine funktionsfähige Infrastruktur wie Verkehr oder flächendeckende Breitbandversorgung, eine intakte Nahversorgung und leistbarer Baugrund ausschlaggebend für eine Zukunft am Land. "Es ist sinnvoll, darüber nachzudenken, dass bei einer Widmung eine gewisse Fläche als kostengünstige Baugründe für Einheimische zur Verfügung gestellt werden", denkt Auer über ein ähnliches Modell wie in Südtirol nach.

Talente der Gemeinden erkennen und fördern

Mit dem Thema Talenteförderung setzte sich Buchautor Prof. Markus Hengstschläger auseinander und vertrat die These, dass Innovation nur dann möglich sei, wenn hervorragende Einzelpersonen den Durchschnitt verlassen. Talente müssen gezielt gefördert werden. Nur so sei die Gesellschaft imstande, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. "Bleibt individuell und flexibel", richtete Hengstschläger seine Worte an die zahlreich anwesenden Maturanten des Francisco Josephinums. Er betonte jedoch, dass "wir heute den Boden aufbereiten müssen, damit die Jugend Zukunft gestalten kann". Ein Punkt der auch auf die Gemeinden umlegbar sei, betonte Auer. Erst müsse man die jeweiligen Talente der Gemeinde eruieren, ausarbeiten und dann gezielt fördern, damit man mit den spärlich vorhandenen Ressourcen sparsamer haushalten könne und sie gezielter einsetze. "Die Gemeinden dürfen sich nicht am Durchschnitt messen, sondern an den besten Beispielen orientieren", erklärte Auer.
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