Spekulationswelle erfasst Grundstücke

Preissteigerungen von über 20 Prozent seit 2008

Wien (OTS/IMMOBILIEN.NET) - Grund und Boden als Investition wird in Österreich immer beliebter. Die Nachfrage nach unbebauten Grundstücken ist alleine seit Beginn 2011 um knapp ein Viertel gestiegen. Das ergibt eine aktuelle Studie Österreichs größter Immobilienplattform IMMOBILIEN.NET. Der Trend zur "Grünen Wiese" als Spekulationsobjekt hat auch die Preise stark ansteigen lassen. Österreichweit verteuerten sich Grundstücke in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um knapp 22 Prozent auf 105 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen die Wertzuwächse etwa beim Doppelten der Inflation im selben Zeitraum. Immobilienexperten sehen die Möglichkeiten zu erheblichen Wertsteigerungen als Hauptgrund für den Anstieg von Nachfrage und Preisen. "Grund und Boden sind in vielen Regionen in Österreich immer noch stark unterbewertet. Mit weiteren Preiszuwächsen in den kommenden Jahren ist zu rechnen. Dass Grundstücke keine Erhaltungskosten wie Häuser oder Wohnungen verursachen ist für Investoren zusätzlich sehr attraktiv", erklärt Alexander Ertler, Immobilienexperte von IMMOBILIEN.NET, den Trend zum Grundstück als Investition.

Oberösterreich und Tirol Spitzenreiter

Die stärksten Preisanstiege gab es seit 2008 in Oberösterreich mit über 31 Prozent, dicht gefolgt von Tirol mit 25 Prozent. Auch in Wien und Salzburg stieg der Wert von Grundstücken im Durchschnitt um 23 bzw. 21 Prozent an. Die Steiermark gehört mit knapp 18 Prozent Preissteigerung ebenfalls zu den Gewinnern dieser Entwicklung. Unterhalb der Inflation blieben in den vergangenen fünf Jahren vor allem Vorarlberg und Niederösterreich. In Niederösterreich gab es einen Anstieg um etwa 6 Prozent, was nach Abzug der Inflation von 11 Prozent im selben Zeitraum sogar zu realen Wertverlusten von 5 Prozent im Schnitt führt. Im Burgenland und in Kärnten lagen die Wertveränderungen mit 10 und 11 Prozent in etwa gleichauf mit der Inflation.

Salzburg und Wien am teuersten

Die höchsten Preise für den Quadratmeter Boden bezahlt man in Österreich in den Wiener Villenbezirken Döbling und Hietzing. Wer im 19. Wiener Gemeindebezirk ein Grundstück am freien Markt erwerben möchte, muss im Schnitt 1.125 Euro für den Quadratmeter bezahlen. Das entspricht einer Wertsteigerung von 35 Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Im 13. Bezirk sieht es ähnlich aus. Hier gab es Preisanstiege um 40 Prozent auf 940 Euro. Knapp dahinter folgt die Stadt Salzburg mit 880 Euro für den Quadratmeter Grund. Mit über 80 Prozent Preissteigerung eine der stärksten Anstiege in ganz Österreich. Übertroffen wird die Mozartstadt dabei nur noch vom oberösterreichischen Perg mit 115 Prozent Wertsteigerung und Kitzbühel mit 160 Prozent. Während in Perg das Preisniveau mit 95 Euro für den Quadratmeter im Durchschnitt noch unter gesamtösterreichischem Niveau liegt, befindet sich das Preismittel im Tiroler Nobelskiort mit 250 Euro deutlich darüber.

Schlechte Lagen verlieren auch bei Grundstücken

Entgegen dem allgemeinen Trend - in drei Viertel aller Bezirke sind Preisanstiege zu verzeichnen - gibt es auch einige Gegenden in denen die Preise für Grund und Boden sinken. Am stärksten betroffen sind St. Johann im Pongau mit einem Minus von 42 Prozent und Oberwart mit minus 32 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Auch in Vöcklabruck in Oberösterreich und Klagenfurt Land mussten Grundstücksbesitzer im Schnitt 15 bzw. 9 Prozent Wertminderung seit Beginn 2008 verzeichnen. "Grundstücke sind vor allem dort interessant, wo mit weiterem Zuzug gerechnet wird. Ländliche Regionen die abseits der Ballungszentren liegen und in denen kein großer Ausbau von Infrastrukturen erwartet wird, sind auch für Investoren uninteressant. Entgegen dem Trend sind da weiter Preisrückgänge zu erwarten", analysiert Alexander Ertler die Preisrückgänge.

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