ORF III mit Robert Schindel, Tamar Dreifuss und Marko Feingold in "erLesen" und der TV-Komödie "Stille Hochzeit"

Am 5. März im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Anlässlich des bevorstehenden 75. Jahrestages des "Anschlusses" Österreichs an das "Deutsche Reich" finden sich im Rahmen der Bücher- und Literatursendung "erLesen" am Dienstag, dem 5. März 2013, um 20.15 Uhr drei jüdische Autoren mit bewegten Lebensgeschichten zum Gespräch über Erinnerungen, die Bedeutung des Nicht-Vergessens und den bis heute bestehenden Antisemitismus zusammen.
ORF-III-Moderator Heinz Sichrovsky begrüßt Autorin Tamar Dreifuss, die ihr Überleben des Holocaust in Osteuropa in dem autobiografischen Kinderbuch "Die wundersame Rettung der kleinen Tamar" darstellt und schildert, wie ihr Vater im Konzentrationslager umgebracht wurde und sie als kleines Mädchen mit ihrer Mutter auf der Flucht war. Autobiografisch ist auch das neue Buch von Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg, der mit fast 100 Jahren immer noch als Mahner und Aufklärer über die Schrecken der Hitler-Herrschaft tätig ist. In seinem Buch "Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh" beschreibt er eindrucksvoll seine Geschichte: Er überlebte drei Konzentrationslager und half in den Jahren 1945 bis 1948 jüdischen Überlebenden.
Heinz Sichrovskys dritter Gast in der Sendung ist Schriftsteller Robert Schindel. In dem Roman "Der Kalte" erzählt Schindel die Geschichte des KZ-Überlebenden Edmund Fraul im Waldheim-Wien der 80er Jahre. Fraul, dem Lager nie entkommen, bis ins Mark kalt, begegnet einem ehemaligen KZ-Aufseher und kommt mit ihm ins Gespräch: über Auschwitz. Ein vielperspektivisches Werk, voller Anspielungen auf Personen aus Politik und Kultur - von Hrdlicka über Peymann bis Haider.

Auf der Bühne der Hyundai-Kabarett-Tage zieht Werner Brix um 21.05 Uhr in seinem aktuellen Programm "40plus - Über Männer in den besten Jahren" den ultimativen Vergleich zwischen Uhus und Bivies: Was unterscheidet Männer "unter Hundert" von den jungen Rotzlöffeln "bis Vierzig"? Auch Männer machen sich über so manches Gedanken, reden allerdings ungern darüber - oder doch?

Anlässlich des 60. Todestages Josef Stalins präsentiert ORF III Kultur und Information im Rahmen der europäischen Artfilm-Leiste "euro.film" um 22.25 Uhr "Stille Hochzeit", das komödiantische Filmdebüt des erfolgreichen rumänischen Theaterregisseurs Horatiu Malaele. Die geplante Hochzeit von Mara (Meda Andreea Victor) und Iancu (Alexandru Potocean) fällt ausgerechnet auf den Todestag des sowjetischen Diktators: Da die festgeschriebene Staatstrauer jedoch besagt, dass eine Woche lang keine Feierlichkeiten veranstaltet werden dürfen, beschließt die Dorfgemeinschaft, das Fest in eine dunkle Scheune zu verlegen, um dort in aller Stille und Zurückhaltung zu feiern.

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