Kopietz/Wehsely: 162 Lebensretter in den Wiener Pensionistenklubs

Wien (OTS) - Defibrillatoren sind wichtige Helfer im Kampf gegen den plötzlichen Herzstillstand. Aus diesem Grund sind 162 Pensionistenklubs der Stadt Wien mit diesen Geräten ausgestattet. "Die Notfallversorgung der 17.000 eingeschriebenen BesucherInnen der Pensionistenklubs der Stadt ist mit den Defibrillatoren bestens gewährleistet. Damit kann man bei der Ersten Hilfe wirklich nichts falsch machen, außer man tut nichts", erklärt Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely bei der Präsentation der Versorgung mit Defibrillatoren gemeinsam mit Landtagspräsident Harry Kopietz, Ilse Fitzbauer, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin in Floridsdorf, Mario Krammel vom Verein PULS zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes sowie Peter Fischer Direktor des Hauses Jedlersdorf und den SeniorInnen des Klubs in der Prager Straße.

"Der plötzliche Herztod trifft in Österreich jedes Jahr über 10.000 Menschen. Alleine in Wien gibt es über 3.000 Betroffene. Dabei kann es jeden treffen, ob alt oder jung, sportlich oder übergewichtig. Das gefährliche daran ist: die meisten Betroffenen spüren keinerlei Anzeichen eines bevorstehenden Herzinfarkts, sondern brechen unvermittelt zusammen", sagt Landtagspräsident und Präsident des Vereins PULS, Harry Kopietz.

"Durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Defibrillators können Zeugen eines Herz-Kreislauf-Stillstands effizient Hilfe leisten und so die Überlebenschance von derzeit zehn auf über 60 Prozent erhöhen", so Mario Krammel, geschäftsführender Präsident des Vereins PULS. "Deshalb hat sich PULS eine möglichst flächendeckende Aufstellung von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren zum Ziel gesetzt. Um den ErsthelferInnen die Scheu zu nehmen, bieten wir zusätzlich Erste-Hilfe-Schulungen in Zusammenarbeit mit den "Helfern Wiens" an."

Defibrillatoren - kurz "Defis" - beenden durch einen kontrollierten Stromstoß das lebensgefährliche Kammerflimmern, das bei 85 Prozent aller Fälle von plötzlichem Herztod beobachtet wird. Kammerflimmern führt sehr schnell zu einer Sauerstoff-Unterversorgung wichtiger Organe. Aus diesem Grund sind ein sofortige Herzdruckmassage und der schnelle Einsatz des Defibrillators wichtig, um schwere Folgeschäden zu verhindern. Ein lebensrettender Defibrillator in Griffweite ist daher besonders wichtig. Denn mit jeder verstreichenden Minute sinkt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Reanimation um zehn Prozent. Um bestmöglich Erste Hilfe leisten zu können haben alle KlubbetreuerInnen der Pensionistenklubs deshalb einen Erste-Hilfe-Kurs sowie eine Einschulung in die Handhabung der Defibrillatoren absolviert. "Die Wiener Pensionistenklubs verstehen sich als sichere Umgebung für ältere Menschen. Eine flächendeckende Versorgung mit lebensrettenden Geräten ist daher selbstverständlich", erklärt der für die Pensionistenklubs in Floridsdorf verantwortliche Direktor Peter Fischer vom Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP).

Die Geräte in den Pensionistenklubs sind auf dem letzten Stand der Technik und außerordentlich benutzerInnenfreundlich. In einer Notfallsituation führen sie ErsthelferInnen mit klaren, gesprochenen Anweisungen durch die Reanimation. Außerdem sind sie mit den Profi-Defibrillatoren der Wiener Rettung kompatibel. Die Anschaffungskosten wurden von den Bezirken getragen - ebenso wie die regelmäßig stattfindende Wartung.

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