Wiener Fachhochschul-Förderung wirkt

Seit dem Jahr 2000 über 39 Millionen an Förderungen ausgeschüttet

Wien (OTS) - Die Stadt Wien unterstützt die Wiener Fachhochschulen bereits seit dem Jahr 2000, um dringend benötigte Fachkräfte für den Wiener Wirtschaftsstandort auszubilden. Seither wurden rund 39 Millionen Euro an Förderungen ausgeschüttet. "Wir investieren dabei ganz bewusst in die qualitative Weiterentwicklung des Studienangebots, denn der Boom an hochwertigen Arbeitsplätzen in unserer Stadt ist ungebrochen", so Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner. "Unsere Unternehmen brauchen auch weiterhin top-ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen", führt Brauner weiter aus. Daher habe man für die aktuellen Förderperiode, die noch bis 2014 läuft, die Förderungen auch um 20 % auf insgesamt 18 Millionen Euro erhöht.

"Die Wiener Fachhochschul-Förderung ist auch ein wichtiges Instrument dazu, dass sich die Stadt Wien entlang ihrer wirtschafts-und technologiepolitischen Schwerpunkte optimal weiterentwickeln kann", führt Brauner weiter aus. Neben der Ausbildung sind die Fachhochschulen ja auch immer stärker in der Forschung und als Motoren des Wissenstransfers gefordert. Intelligente Förderungen setzen gerade hier an, um die Stärkefelder der Stadt - insbesondere den Bereich Life Sciences, IKT und auch die Creative Industries -weiter voran zu bringen.

Utl.: Das Ziel: Hochqualifizierte AbsolventInnen für Wien

In der Wissenshauptstadt Wien studieren über 170.000 Studierende an sechs wissenschaftlichen und drei künstlerischen Universitäten, sowie fast 12.000 Studierende an den Wiener Fachhochschulen. "Rund 30 Prozent aller österreichischen Fachhochschul-Studienplätze werden in Wien angeboten. Mit den Geldern aus der Wiener Fachhochschulförderung werden wichtige Vorhaben, wie z. B. die Begründung von Stiftungsprofessuren oder im Feld der Internationalisierung, unterstützt. Daher wirkt die FH-Förderung der Stadt Wien direkt in den Bereichen Lehre und Forschung an den Wiener Fachhochschulen", weiß Helmut Holzinger, Präsident der Österreichischen Fachhochschulkonferenz und Geschäftsführer der FH des bfi Wien. Seit dem Jahr 2002 haben sich die Studierenden verdreifacht, auch der Frauenanteil ist in dieser Zeit von 34 % auf mittlerweile 41 % gestiegen. Die Bedeutung der Wiener Fachhochschulen für den Arbeitsmarkt zeigt sich auch darin, dass mehr als die Hälfte der Wiener FH-Studierenden ihr Studium neben dem Beruf absolviert. Im Studienjahr 2011/12 waren es rund 5.800 Studierende, die sich berufsbegleitend weiter qualifiziert haben.

Die Studienrichtungen an den sechs Wiener Fachhochschulen -Fachhochschule Campus Wien, Fachhochschule des bfi Wien, Fachhochschule Technikum Wien, FH Wien - Studiengänge der Wirtschaftskammer Wien, Lauder Business School, Ferdinand Porsche FernFH-Studiengänge - decken mittlerweile ein breites Themenspektrum ab: Von Wirtschaft, Journalismus, Technik und Informatik über Life Sciences bis zu Medizin und Sozialem.

Utl.: Strenges Auswahlverfahren

"Der Einsatz eines Ausschreibungssystems bei Fachhochschul-Förderungen ist auf Länderebene in Österreich bisher einzigartig", sagt Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museum Wien, die beim Call 2012 als Jury-Vorsitzende fungierte. "Besonders begeistert hat mich aber die hohe Qualität aller Einreichungen", sagt Zuna-Kratky weiter. Bei den Förderungen wird bereits bei der Auswahl Wert darauf gelegt, dass in allen Phasen auch Gender Mainstreaming einbezogen wird. So ist die Berücksichtigung von Gender-Mainstreaming ein "Knock-Out-Kriterium" bei der Förderungsbewilligung durch die Stadt Wien. Dadurch sammeln die FH-Erhalter in der Umsetzung geschlechtssensitiver Projekte Erfahrungen. Durch den Qualitätswettbewerb profitieren die Fachhochschulen und vor allem die Studierenden. Bei jedem Call wählt eine unabhängige Jury die besten Projektvorschläge aus und empfiehlt diese - unter Berücksichtigung des Budgets - zur Förderung.

Utl.: In den letzten 2 Jahren 8 Millionen für Top-Ausbildung an Wiener FHs

Die FH-Ausschreibungen werden bei der Stadt Wien über die MA 23, der Abteilung für Wirtschaft, Arbeit und Statistik abgewickelt. "Ich lade alle Wiener Fachhochschul-Erhalter dazu ein sich auch weiterhin so engagiert wie bisher an unseren Calls zu beteiligen", so Klemens Himpele, Leiter MA 23. Durch ihr Engagement und ihre exzellenten Projektvorschläge tragen sie aktiv zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung unseres Standorts bei. Nachdem die Wiener FHs im Rahmen der Förderrichtlinie 2005 in den Jahren 2005 bis 2009 mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert wurden, kam es im Rahmen der neuen Förderrichtlinie 2010 (Laufzeit 2010 bis 2014) zu einer Erhöhung der Fördermittel um 20 % auf insgesamt 18 Millionen Euro. Seit 2005 wurden insgesamt 109 Projekte gefördert, 67 davon sind bereits abgeschlossen.

Im Jahr 2011 wurden im Rahmen des Call 2013 "Stiftungsprofessuren und Kompetenzteams für Lehre und Forschung" gefördert. 14 Projekte wurden genehmigt und erhielten insgesamt mehr als 5 Millionen Euro. Durch diesen Call werden in den nächsten Jahren insgesamt 28 zusätzliche Lehrkräfte an den Fachhochschulen tätig sein. Die Stadt Wien übernimmt dafür rund 70 % der Kosten.

2012 lief der bereits 13. Call, diesmal unter dem Thema "Qualitätssicherung der Lehre". Von den sechs Wiener Fachhochschulerhaltern wurden 26 Anträge eingereicht, 12 davon wurden auf Empfehlung der hochkarätigen internationalen Jury mit einem Fördervolumen von 3 Millionen Euro gefördert.

Für die derzeit laufenden Calls 2013 - Internationalisierung in Lehre und Forschung und Call 2014 - Ausbildungsbezogene F&E, stehen insgesamt rund 5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Einreichung ist für beide Calls am19. März 2013 möglich.

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