NÖGKK: Rauchen schadet Frauen mehr als Männern

"Dein Tipp für Julia": Neue Internet-Kampagne gibt jungen Raucherinnen praktische Hilfestellung, um von der Zigarette loszukommen

St. Pölten (OTS) - Rauchen erhöht das Risiko für schwere Erkrankungen - und bei Frauen ist dieses Risiko um ein Vielfaches größer als bei Männern. 34 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher sind Raucher, 27 Prozent der Frauen greifen regelmäßig zur Zigarette. In der Altersgruppe der 15-Jährigen rauchen mittlerweile mehr Mädchen als Burschen. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März weist die NÖ Gebietskrankenkasse darauf hin, dass Frauen empfindlicher gegenüber den gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Nikotinkonsums sind als Männer und deshalb stärker unter den negativen Auswirkungen des Rauchens zu leiden haben. Die Internet-Kampagne "Dein Tipp für Julia" richtet sich vor allem an junge Frauen und soll ihnen wichtige Tipps zur Entwöhnung liefern.

Frauen reagieren anders auf die Zigarette: "Die Lungenkrebssterblichkeit steigt bei Frauen seit Jahrzehnten an", erklärt der Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, KR Gerhard Hutter. Der Zigarettenkonsum erhöht das Risiko für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen wie chronische Bronchitis oder das Lungenemphysem und wirkt sich besonders schlecht auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Rauchen ist oft Schuld an Typ-2-Diabetes und spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose, bei der Ablagerungen die Blutgefäße verengen. Dies führt zu Durchblutungsstörungen, in deren Folge es zu Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen kann. "Nimmt eine Frau auch noch die Pille, erhöht sich das Risiko zusätzlich", warnt Hutter.
Die Sucht nach der Zigarette ist für 25 bis 30 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich. Im Durchschnitt büßen Raucherinnen und Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern zehn Lebensjahre ein.

Aber Rauchen beeinträchtigt auch den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit. Bei Raucherinnen treten Schwangerschaftskomplikationen häufiger auf als bei werdenden Müttern, die Nein zum Tabak sagen. "Ein Rauchstopp vermindert das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt und verringert die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Kindstods", sagt Hutter. Greift eine junge Mutter zum Glimmstängel, ist zudem das Baby betroffen. Hutter: "Neben den bekannten schädlichen Auswirkungen des Passivrauchens ist vor allem darauf hinzuweisen, dass die Schadstoffe aus dem Tabakrauch mit der Muttermilch in den Körper des Säuglings gelangen."

Der Zigarettenkonsum begünstigt die Entstehung der Knochenkrankheit Osteoporose. Studien zeigen, dass es Frauen schwerer fällt, vom Nikotin wieder loszukommen und mit dem Rauchen aufzuhören als Männern. Auch beim Passivrauchen sind Frauen benachteiligt:
"Untersuchungen demonstrieren, dass Frauen gegenüber dem Passivrauchen sensibler zu sein schienen als Männer", sagt der NÖGKK-Obmann.

Die neue Infokampagne "Dein Tipp für Julia" richtet sich verstärkt an Frauen bis 34, die klassische Beratung und Information erfahrungsgemäß weniger gut annehmen. Auf humorvolle Weise erfahren junge Raucherinnen unter www.juliarauchfrei.at alles über Tabakprävention und Rauchentwöhnung. Interaktiv kommt man mit Julia ins Gespräch, die erst vor kurzem mit dem Rauchen aufgehört hat und Lust auf eine Zigarette hat. Mittels Videos gibt man ihr Tipps, wie man sich am besten vom Rauchen abhält. Dabei erlebt man laufend, wie Julia diese Tipps in die Tat umsetzt. Die Informationen werden mit hohem Unterhaltungswert unterbreitet, gleichzeitig wird ein Bewusstsein für ein Leben ohne Rauchen geschaffen.

Nähere Infos:
Rauchertelefon
0810 810 013
Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
österreichweit max. 10 Cent/Min
www.rauchertelefon.at
Online-Kampagne "Dein Tipp für Julia"
www.juliarauchfrei.at

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