"kreuz und quer" am 5. März: "Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen" und "Die Päpstin Johanna"

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März (Infos zur ausführlichen ORF-Berichterstattung unter presse.ORF.at) zeigt "kreuz und quer" - präsentiert von Doris Appel - am Dienstag, dem 5. März 2013, um 22.35 Uhr in ORF 2 Friederike Haedeckes Dokumentation "Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen". Der Film zeichnet das Bild einer Frau, die viele Grenzen - die die Zeit ihren Geschlechtsgenossinnen setzte - sprengte, und er zeigt ein Jahrhundert, dessen technische und soziale Umwälzungen viele Grundsteine für die Moderne legten. Seit Jahrhunderten hält sich die Legende, dass im 9. Jahrhundert eine junge Frau, als Mann verkleidet, zum Papst gewählt geworden sei. Um 23.25 Uhr steht Peter Stanfords Dokumentation "Die Päpstin Johanna" auf dem Programm, in der der britische Journalist und Filmemacher nach den historischen Fakten hinter diesem Mythos sucht.

"Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen" - Ein Film von Friederike Haedecke

Hildegard von Bingen war Visionärin, Naturwissenschafterin, Politikerin, Komponistin, Theologin und Kloster-Managerin. Viele ihrer Schriften, vor allem ihre Kenntnisse der Naturheilkunde, haben bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Andere werfen noch immer Fragen auf. Während die einen in Hildegards Visionen eine Art Drogenrausch der Kräuterkundigen vermuten, sehen andere darin eine prophetische Gabe, sogar einen Beweis ihrer Heiligkeit. Besondere Nähe zu Gott für sich zu beanspruchen, war nicht ungefährlich. Ihren Mut schöpfte sie aus religiösem Sendungsbewusstsein. Hildegards Visionen waren ein mächtiges Instrument für eine Frau in einer Zeit, in der das weibliche Geschlecht komplett unter männlicher Verfügungsgewalt stand. Sie schaffte es, dass der Papst selbst ihre Visionen anerkannte und enthob sich damit des Verdachtes, eine Ketzerin zu sein. Aus heutiger Sicht besonders bahnbrechend war ihre Wahrnehmung der Natur, in der sie ein Spiegelbild der göttlichen Weltordnung sah. Die "erste Grüne" der Geschichte könnte man sie nennen. Auch den menschlichen Körper und die Sexualität beschrieb sie eingehend und mit großer Unbefangenheit. Von Hildegard von Bingen stammt die vermutlich erste und für eine Nonne bemerkenswert detaillierte Beschreibung des weiblichen Orgasmus.

"Die Päpstin Johanna" - Ein Film von Peter Stanford

Eine Frau auf dem Heiligen Stuhl? Unvorstellbar für viele Katholiken. Dennoch hält sich seit Jahrhunderten die Legende, dass im 9. Jahrhundert eine junge Frau, als Mann verkleidet, zum Papst gewählt geworden sei. Zwei Jahre lang soll sie angeblich als Papst Johannes Angelicus das höchste Amt der katholischen Kirche bekleidet haben, dann habe sie bei einer Prozession ein Kind zur Welt gebracht und sei dabei gestorben. Andere Überlieferungen berichten, dass sie ermordet worden sei. Der britische Journalist und Filmemacher Peter Stanford sucht in seiner Dokumentation nach den historischen Fakten hinter diesem Mythos.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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